Sueddeutsche.de-Facelift: lokaler und sozialer

Wenige Wochen nachdem Spiegel Online seine Aufmacheroptik verbreiterte und wenige Wochen nachdem Stefan Plöchinger als neuer Chefredakteur von Hamburg nach München wechselte, geht nun auch die Top-Story-Grafik von Sueddeutsche.de kräftig in die Breite. Das ist die auffälligste Änderung bei der neuen, überarbeiteten Webseite der SZ. Der neue Chef räumte also erst einmal das Portal um und bietet seinen Lesern "künftig Schwerpunkte, eine bessere Optik, mehr München und Facebook".

Anzeige

Wenige Wochen nachdem Spiegel Online seine Aufmacheroptik verbreiterte und wenige Wochen nachdem Stefan Plöchinger als neuer Chefredakteur von Hamburg nach München wechselte, geht nun auch die Top-Story-Grafik von Süddeutsche.de kräftig in die Breite. Das ist die auffälligste Änderung bei der neuen, überarbeiteten Webseite der SZ. Der neue Chef räumte also erst einmal das Portal um und bietet seinen Lesern "künftig Schwerpunkte, eine bessere Optik, mehr München und Facebook".

Neben dem erweiterten Aufmacher, der neben der größeren Optik auch das Top-Thema via Headline und weiterführender Links noch prägnanter auf den Punkt bringen will, ist die zweite wichtige Änderung, dass Sueddeutsche.de künftig mehr Schwerpunkte liefern will. Indem News und Liveticker, Analysen und Kommentare, Bilder und Videos zu einem Thema gebündelt werden, soll den Informationen mehr Tiefe gegeben werden. Denn "viele wichtige Nachrichten sind mit einem einzigen Text nicht zu erklären", schreibt Plöchinger in seinem Editorial zum Facelift.

Die neue Startseite von Sueddeutsche.de

Eine weitere Neuerung betrifft die Integration der sozialen Medien. So können Facebook-Nutzer direkt auf der Startseite nun sehen, welche Artikel Ihre Freunde auf sueddeutsche.de empfohlen haben. Damit trägt die Redaktion auch dem Umstand Rechnung, dass immer Traffic von den Social Media-Plattformen auf die Nachrichten-Seiten gespült werden. Insgesamt kam Sueddeutsche.de im April auf 31,8 Millionen Visits und über 180 Millionen Page Impressions. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von vier Prozent bei den PIs und 22 Prozent bei den Visits.

Zudem schauten sich die Münchner noch einen der einfachen Erfolgskniffe von Zeit Online ab und vergrößerten einfach die Schrift. Diese scheinbar banale Änderung erzielte beim Hamburger Konkurrenten erstaunliche Erfolge. Das neue Schriftbild ist nun auch angelehnter an das der Süddeutschen Zeitung. Allein das ist eine gute Entscheidung. Denn die aktuelle Diskussion um Stern.de zeigt, dass viele Nachrichten-Portale dabei sind, sich von ihren Print-Müttern zu entfernen.

In diesem Zusammenhang schärfen die Bayern auch kräftig ihr regionales Profil. Denn die Startseite soll viel stärker als bisher auch Münchener Themen spielen. Dazu wurden die neuen Präsentationsflächen "Stadt aktuell" und "Umland" in der unteren Seitenhälfte platziert. So will der frisch zugezogene Chefredakteur die Leser bedienen und sie über "die schönen, unterhaltsamen Seiten der bayerischen Hauptstadt und des Umlands auf dem Laufenden halten, ob Sie hier leben oder die Region nur lieben."

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige