Lesezirkel verzeichnet Anzeigeneinbruch

Der Verband Deutscher Lesezirkel wehrt sich weiter erfolgreich gegen die Print-Krise. 146,9 Millionen Euro setzte er im Geschäftsjahr 2010 um, teilte der Verbandsvorsitzende Günther Hildebrand auf der Jahrespressekonferenz in Hamburg mit. Das ist ein Minus von nur 200.000 Euro im Vergleich zu 2009. Allerdings sinkt der Werbeumsatz seit Jahren - aktuell um 15 Prozent auf 21,8 Millionen Euro. Im Vorjahr ging es schon einmal um 20 Prozent bergab. Die Leserschaft entwickelt sich hingegen stabil.

Anzeige

"Der Lesezirkel in Deutschland kann sich – inmitten einer Medienlandschaft im Umbruch – mit außerordentlichen Leistungen seiner rund 140 selbständigen Lesezirkel-Unternehmen in der Vertriebslandschaft sehen lassen", sagte Hildebrand. Damit sei er ein "sehr wichtiger Zweig des deutschen Pressevertriebssystems". Er stabilisiere die Auflagen und Reichweiten der vertriebenen Zeitschriften und biete eine "prägende Orientierung im unmittelbaren Lebensumfeld seiner durchschnittlich 11,64 Millionen Leser".
In der Kooperation zwischen dem Lesezirkel und Verlagen sieht Hildebrand eine "win-win-Situation". Zum einen profitierten die Verlage in ihrer Vertriebsstrategie von einer Reichweitensteigerung und der Kundenbetreuung des Lesezirkels. Andererseits hätte der Lesezirkel einen Vorteil von den gewachsenen Einkaufskonditionen der Verleger.
Von den wöchentlich 11,64 Millionen Lesern sind 6,78 Millionen weiblich (58 Prozent) und 4,85 Millionen männlich. Mehr als die Hälfte der Leser (6,44 Millionen) sind zwischen 14 und 49 Jahre alt. Rund 55 Prozent der Bezieher sind zudem Privathaushalte.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige