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Facebook: Geheimtreffen zum Börsengang?

Angriff ist die beste Verteidigung? Nach dem peinlichen PR-Skandal in der vergangenen Woche um eine Negativkampagne gegen Google scheint es, als wolle Facebook dringend wieder mit positiven Nachrichten Schlagzeilen machen. Die könnten vom bevorstehenden Börsengang kommen: So berichtete der Wirtschaftssender CNBC über ein Geheimtreffen mit Bankern, ohne direkte Namen zu nennen. Angeblich wurde über Umfang und einen möglich Termin des Facebook-Börsengangs gesprochen – definitiv sei jedoch nichts.

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Angriff ist die beste Verteidigung? Nach dem peinlichen PR-Skandal in der vergangenen Woche um eine Negativkampagne gegen Google scheint es, als wolle Facebook dringend wieder mit positiven Nachrichten Schlagzeilen machen. Die könnten vom bevorstehenden Börsengang kommen: So berichtete der Wirtschaftssender CNBC über ein Geheimtreffen mit Bankern, ohne direkte Namen zu nennen. Angeblich wurde über Umfang und einen möglich Termin des Facebook-Börsengangs gesprochen – definitiv sei jedoch nichts.

Wie sollte es anders sein: Das chinesische Social Network Renren ist furios an der Börse debütiert, das Online-Business-Netzwerk LinkedIn hat die Rahmendaten seines IPOs konkretisiert und auch Groupon scheint bereits in den Startlöchern vor einem Gang an die Wall Street zu stehen. Und Facebook, der eigentliche Initialzünder des großen Booms um das soziale Internet?

Hüllt sich weiter in Schweigen und publizierte zumindest Anfang des Jahres erste Geschäftszahlen im Rahmen des Beteiligungsangebots durch Goldman Sachs. Seitdem schießen die Aktien im außerbörslichen Handel bei SecondMarket durch die Decke und erreichen immer neuere Höhen. Zuletzt berichtete das Wall Street Journal, Facebook sei auf dem Weg zu einer Bewertung von 100 Milliarden Dollar, wenn es an der Börse debütiere.
Willkomme Gerüchte um Bankertreffen nach PR-GAU

Wann das der Fall sein könnte, scheint Facebook nun ausloten zu wollen. Die Vorzeichen haben sich zumindest temporär leicht eingetrübt: Internet- und Technologieaktien kamen zuletzt stärker unter Druck, vor allem die chinesischen Dot.com-Klons wurden von Investoren hart abverkauft. Und war da noch der unselige PR-Skandal um die Schmierenkampagne gegen Google Ende vergangener Woche, der Facebooks Aussichten zwar nicht getrübt, aber doch viele Sympathien gekostet haben dürfte.

Zeit also für ein paar Positiv-Schlagzeilen, die dann gestern über den Wirtschaftskanal CNBC flackerten. So berichtete Reporterin Kate Kelly von einem Geheimtreffen mit Bankern, bei dem über das Timing und Umfang eines Börsengangs gesprochen wurde. Natürlich könne aber auch alles noch anders kommen, beeilte sich CNBC die Spekulation im Vagen zu lassen.

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Finanz-Produkte: Nächste Stufe der Social Apps?   

Es könnte Facebook beim Bankertreffen aber auch noch um etwas anderes gehen:  "Wir können uns gut vorstellen, wie Facebook Banken den Börsengang wie einen Köder hinhält, um im Gegenzug mit ‚social’ Banking-Produkten zu experimentieren", mutmaßt Nicholas Carlson vom "Alley Insider".

Nach Mafia Wars, Farmville & Co würden soziale Finanzprodukte Facebook tatsächlich gut bei der jüngsten Entwicklung zu Gesicht zu stehen, erwachsener zu werden – und damit noch interessanter für Anleger.  

Händeringend nach Erlösquellen suchen muss das Social Network #1 indes nicht gerade: Im laufenden Geschäftsjahr soll Facebooks Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) nach Angaben des Wall Street Journals bereits auf stolze zwei Milliarden Dollar klettern. 2011 hatte Facebook hat vorläufigen Zahlen 600 Millionen Dollar verdient.

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