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iPhone und Android setzen Blackberry zu

Es ist offiziell: Nach Jahren der Unkenrufe muss Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) nun das eingestehen, was Analysten und Mobilfunkexperten dem kanadischen Smartphone-Hersteller seit einiger Zeit vorausgesagt haben - schwindende Umsätze. Nach Handelsschluss an der Wall Street sprach RIM eine happige Gewinnwarnung aus - und das gerade mal einen Monat nach Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen. Die Aktie befindet sich nachbörslich im freien Fall: Ein zweistelliges Minus fällt an.

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Es ist offiziell: Nach Jahren der Unkenrufe muss Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) nun das eingestehen, was Analysten und Mobilfunkexperten dem kanadischen Smartphone-Hersteller seit einiger Zeit vorausgesagt haben –  schwindende Umsätze. Nach Handelsschluss an der Wall Street sprach RIM eine happige Gewinnwarnung aus – und das gerade mal einen Monat nach Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen. Die Aktie befindet sich nachbörslich im freien Fall: Ein zweistelliges Minus fällt an. 

Es ist vielleicht eine der größten Wachstumsgeschichten des vergangenen Jahrzehnts: Der Blackberry, der die Übermacht des PDA-Goldstandards Palm auf eklatante Weise ablöste. Endlich war ein Mobiltelefon geboren, mit dem man unterwegs mailen konnte. Rund fünf Jahre ging die Erfolgsstory gut, dann wurde der Gegenwind immer stärker – erst das iPhone, dann die immer zahlreicheren Android-Smartphones nehmen dem beliebten Business-Mobilfunktelfon zunehmend den Wind aus den Segeln.

Geunkt haben Analysten und Anleger schon länger und die RIM-Aktie härter abverkauft als die eigenen Unternehmensergebnisse es gerechtfertigt hätten: Bis zum vergangenen Quartal wuchs Research in Motion deutlich zweistellig – und immer noch schneller als von Analysten erwartet. Um bemerkenswerte 47 Prozent legten die Gewinne allein im vergangenen Dreimonatszeitraum zu.

Sinkende Blackberry-Verkäufe: schwächer als im vergangen Jahr?

Nun jedoch kommt der Dämpfer. 1,78 Dollar je Aktie hat RIM noch im vergangenen Quartal verdient – 1,47 bis 1,55 Dollar waren für den laufenden Dreimonatszeitraum in Aussicht gestellt worden. Nun sollen es plötzlich nur noch 1,30 bis 1,37 Dollar sein, gab der Hersteller überraschend nach Handelsschluss an der Wall Street bekannt. 

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Damit ist eines klar: Der Blackberry befindet sich im Abwärtstrend. Vor einem Jahr fuhr RIM nämlich noch 1,38 Dollar je Anteilsschein – nun soll der Gewinn also nach Konzernaussage erstmals seit Jahren sinken. Ein vor noch wenigen Monaten kaum für möglich gehaltener Rückschritt tritt damit ein.
Wall Street reagiert geschockt: RIM-Aktie verliert 11 Prozent

Die schlimmsten Befürchtungen der RIM-Skeptiker werden damit Realität: Der Blackberry verliert an Attraktivität und verkauft sich offenkundig schlechter als erwartet. So rechnet RIM selbst nur noch mit Absätzen am unteren Ende der Spanne zwischen 13,5 bis 14,5 Millionen Geräten. Im Ende Dezember zu Ende gegangenen Quartal waren es noch 14,9 Millionen verkaufte Blackberrys. 

Zum Vergleich: Apple setzte im abgelaufenen Quartal 18,65 Millionen iPhones ab. Die Wall Street reagierte schockiert auf Research in Motions Gewinnwarnung: Die Aktie wurde im nachbörslichen Handel hart abverkauft. Gegen Ende notierte das Papier nach einem Minus von 11 Prozent nur noch bei  rund 50 Dollar. 

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