Dietl „zettlt“ Baby Schimmerlos 2.0 an

Kir Royal in Berlin: Obwohl schon im Jahr 1986 gedreht, gibt es bis heute keine bessere deutsche Serie über die Arbeit eines Society-Reporters als Helmut Dietls "Kir Royal" – bis jetzt. Denn am heutigen Montag fiel in Berlin die erste Klappe für die Fortsetzung. Statt in München spielt die Story nun in Berlin, statt für TV wird fürs Kino produziert, statt "Kir Royal" heißt der Film "Zettl" und statt Franz Xaver Kroetz spielt Bully Herbig die Hauptrolle. Immerhin: Dieter Hildebrandt, mittlerweile 83 Jahre alt, ist als Fotoreporter Herbie Fried wieder mit von der Partie.

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In der 80er-Jahre-Serie machte er zusammen mit Kroetz, alias Baby Schimmerlos, die Münchner Schickeria unsicher. Die beiden berichteten mit viel Charme und höchst zweifelhaften Methoden über neue Skandale aus der Welt der Schönen und Reichen.
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Ein wunderbarer Ausschnitt aus "Kir Royal"

Vorbild der Presse-Persiflage war die Münchner Abendzeitung und ihr Klatschreporter Michael Graeter. Ruth Maria Kubitschek übernahm zudem noch die Rolle der Herausgeberin, die offenbar stark an die tatsächliche Abendzeitung-Herausgeberin Anneliese Friedmann angelehnt gewesen sein soll. Das Skript schrieb damals Regisseur Dietl gemeinsam mit seinem langjährigen Drehbuch-Partner Patrick Süskind.

Diesmal arbeitet der Regisseur mit Benjamin von Stuckrad-Barre, einem echten Kenner der Berliner Szene, zusammen. Die Rolle des neuen Klatschreporters Max Zettl übernimmt Michael "Bully" Herbig. Der Film soll eine Geschichte erzählen, in der sich Zettl in der Berliner Schicki-Micki-Szene vom Chauffeur zum Chefredakteur eines Online-Magazins hocharbeitet.

Mit dabei sind neben der alten Bekannten Senta Berger, die wieder die Schimmerlos-Freundin Mona Mödlinger spielt, Karoline Herfurth, Ulrich Tukur, Dagmar Manzel, Christoph Süß und als Gast Götz George. Harald Schmidt soll gar einen Schwaben spielen, der Ministerpräsident von Mecklenburg Vorpommern wurde. Einzig Franz Xaver Kroetz fehlt. Das alte Baby Schimmerlos war erst als Partner von "Bully" Herbig vorgesehen, zog sich dann aber zurück, weil er als "alter Mann" die Figur nicht demontieren wollte. Ihm sein Nachfolger zu "menschenverachtend und zynisch".

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