Kika: Schächter attackiert MDR und NDR-Fernsehdirektor

ZDF-Intendant Markus Schächter kritisiert den früheren Programmgeschäftsführer des Kika und heutigen NDR-Fernsehdirektor Frank Beckmann. Im Betrugsskandal um den Kinderkanal, berichtet der Spiegel, habe die Information über die Glücksspielleidenschaft des Herstellungsleiters Marco K. "nachweislich die Leitungsebene des Kika erreicht".

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Schächter sagte, die damalige Leitungsebene des Senders hätte den "fundierten Gerüchten" nachgehen müssen. Der ZDF-Intendant attackierte auch den MDR, der für die ARD den Kika betreut. Die Verantwortlichen hätten die Bedeutung der Schwachstellen "in ihrer Tragweite unterschätzt", kommentierte er gegenüber dem Spiegel. Ex-Kika-Programmgeschäftsführer Beckman hatte dem Medienmagazin "Zapp" kurz zuvor mitgeteilt, er habe bei K. "in keinster Weise einen Verdacht schöpfen können".
Marco K. wird beschuldigt, den Kika um 8,2 Millionen Euro betrogen zu haben, um seine Glücksspielsucht zu finanzieren. Gegen den früheren Herstellungsleiter und vermeintlichen Drahtzieher der Affäre hat der Sender mittlerweile konkrete Schadenersatzforderung gestellt. Unklar ist allerdings, wie viel der Verdächtige wird zurückzahlen können.

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