Kerners Fußball-Problem bei Sat.1

Sat.1 hat die Übertragungsrechte der Fußball Champions League an das ZDF verloren. Damit hat nicht nur der Privatsender ein massives Problem, sondern auch sein Star-Moderator Johannes B. Kerner, der bei Sat.1 künftig weniger zu tun haben dürfte. Und sonst: Die Post machte “bezahlte” Stempel-PR für DieRedaktion.de, die Belegschaft der Frankfurter Rundschau demonstrierte und Nina Hagen ließ beim Kika ein kleines Mädchen hocken.

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Sat.1 hat ein Problem. Der Sender verliert die Übertragungsrechte der Fußball Champions League ans ZDF. Das bedeutet: Auch Johannes B. Kerner hat ein Problem. Der Moderator ist mit seinem Infotainment-Format nach wie vor eher erfolglos bei Sat.1 unterwegs. Dafür hatte er wenigstens als Fußball-Moderator bei dem Privatsender gut zu tun. Noch. Aus Produzentenkreisen ist zu erfahren, dass Kerners Rolle als Fußball-Mann bei Sat.1 in der kommenden Saison ausgebaut werden sollte. Das Schicksal seines Talk-Formats hingegen gilt als ungewiss. Diese Planungen beruhten aber offensichtlich auf der Annahme, dass Sat.1 die Rechte an der Champions League behalten würde. Jetzt hat bald das ZDF die Champions League. Und Sat.1 hat Kerner.

Die Post trommelt ohne Unterlass für ihre Content-Plattform DieRedaktion.de. Neben Online-Werbung hat man sich dort jetzt auch auf das gute, alte Direktmarketing auf dem Postwege entschieden. So schickte die Post diese Woche einigen Freien Journalisten einen dicken Umschlag. Drin befanden sich ein Werbeflyer für DieRedaktion.de und ein Stempel-Kissen mit dem Schriftzug “Bezahlt”. Sozusagen “bezahlte” Post-PR.

Ach, Frankfurter Rundschau. Diese Woche demonstrierten in Frankfurt Redakteure gegen den geplanten Kahlschlag, bei dem die gesamte überregionale Berichterstattung zur Berliner Zeitung wandern soll. Und in Berlin wurden Solidaritäts-Bekundungen mit den Frankfurter Kollegen formuliert. Das Schicksal der FR und ihrer Mitarbeiter ist wirklich traurig, aber “überraschend”, wie viele Betroffene nun meinen, ist es wirklich nicht. Schon der Einstieg der SPD-Medienholding im Jahr 2004 war eine Art Verzweiflungstat. Das Blatt kam seither nie wieder in wirklich sicheres Fahrwasser – allen Sparbemühungen, Reformen und Opferbereitschaft der Belegschaft zum Trotz. So hart das auch klingen mag: Für eine eigenständige Frankfurter Rundschau gibt es heute keinen Platz mehr in der Presselandschaft.

Diese Woche hatte ich über das Format “Dein Song” beim Kika geschrieben, das mir in der aktuellen Staffel sehr gut gefällt. Richtig geärgert habe ich mich aber über die Song-Patin Nina Hagen. Zweimal hat die Sängerin eine erst elfjährige Kandidatin versetzt, weil sie krank sei. Bei dritten Mal kam ein handgeschriebener Brief von Nina Hagen, dass sie erkältet gewesen sei und jetzt, leider, leider, auch nicht als Patin antreten könne, da sie zu viele Termine habe. Hallo? Termine? Nina Hagen? Ein elfjähriges Mädchen so hocken zu lassen und Erkältung und Termine vorzuschützen, das ist schon schäbig. Zum Glück hat die Kleine mit dem sympathischen Wolfgang Niedecken von BAP einen sehr guten Ersatz-Paten bekommen.

Schönes Wochenende!

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