Südkurier: Übernahme durch Mitarbeiter gescheitert

Der Übernahme des Südkuriers durch dessen Mitarbeiter hat der Holtzbrinck-Verlag eine Absage erteilt. Das Medienhaus teilte mit: "Der Südkurier ist nicht zu verkaufen." Wie der journalist berichtet, halten Beobachter diese offizielle Stellungnahme aber für fragwürdig.

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Die Mitarbeiter des Südkuriers fürchteten, dass Holtzbrinck das Blatt verkaufen wollte und anschließend Stellen wegfallen würden. Erste Gespräche mit Beratungsgesellschaften waren bereits aufgenommen worden, sagte Wirtschaftsressortleiter Peter Ludäscher.
Nach dem neuen Statement geht Ludäscher davon aus, dass "die Belegschaft es mit Befriedigung zur Kenntnis nehmen wird". Dem journalist-Bericht zufolge heißt es aus Verlagskreisen, es wurden überhaupt keine Verhandlungen aufgenommen – mit niemandem.
Thomas Godawa, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) in Baden-Württemberg, traut der Stellungnahme jedoch nicht. Er vermutet, dass der Südkurier zum Verkauf steht und schätzt den Wert des Blattes auf 200 Millionen Euro. Für die rund 200 Mitarbeiter war der Preis für ein Genossenschaftsmodell offenbar zu hoch. "Die Belegschaft hätte den Preis alleine nicht stemmen können. Wir hätten einen Partner gebraucht", sagt Ludäscher.

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