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Fall Kachelmann: Richter kritisiert Interviews

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass eine ehemalige Geliebte des Wettermoderators Jörg Kachelmann für ihr Interview mit dem People-Magazin Bunte 50.000 Euro erhalten haben soll. Am heutigen Prozesstag hat Richter Joachim Bock dieses Vorgehen als "Respektlosigkeit gegenüber dem Gericht" bezeichnet. Es sei "nicht angemessen" für einen Zeugen, sich erst in der Presse zu äußern, bevor er vom Gericht vernommen werde, zitiert ihn Faz.net.

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Die Bunte hatte das Interview vor ihrem ersten Vernehmungstag im Oktober vergangenen Jahres geführt. Darin hatte sich die Frau ausführlich über ihre langjährige Beziehung zu dem Schweizer geäußert. Damals wurde zum Schutz der Intimsphäre von Kachelmann und der Zeugin die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Am heutigen Dienstag wurde die Vernehmung fortgesetzt.
Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn hatte heute aufgrund des bezahlten Interviews gefordert, dass die Öffentlichkeit nun zugelassen werden sollte. Die Zeugin hätte ihr Recht auf Persönlichkeitsschutz verwirkt. Richter Bock sagte jedoch, dass es weiterhin gute Gründe für den Ausschluss der Öffentlichkeit gebe. Deswegen soll die Befragung nun in eine öffentliche und nicht-öffentliche Sitzung gesplittet werden. Dabei sollen die Befragung zur Medienstrategie in Anwesenheit der Öffentlichkeit erfolgen, die Befragung zur Beziehung zum Ex-ARD-Moderator soll dagegen hinter verschlossenen Türen stattfinden.

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