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RIM: Blackberry vom iPhone überholt

Der Zweikampf geht in die nächste Runde: Nach Handelsschluss an der Wall Street legte der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) Geschäftsdaten für das abgelaufene Quartal vor, die die Wall-Street-Erwartungen erneut übertrafen. Obwohl nicht wenige Technologie-Experten RIM angesichts der Konkurrenz des iPhones und der Android-Handys den Absturz prophezeien, wächst der kanadische Smartphone-Anbieter weiter stark zweistellig. Dem iPhone muss RIM jedoch den Vortritt lassen – der Ausblick enttäuscht zudem.

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Der Zweikampf geht in die nächste Runde: Nach Handelsschluss an der Wall Street legte der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) Geschäftsdaten für das abgelaufene Quartal vor,  die die Wall-Street-Erwartungen erneut übertrafen. Obwohl nicht wenige Technologie-Experten RIM angesichts der Konkurrenz des iPhones und der Android-Handys den Absturz prophezeien, wächst der kanadische Smartphone-Anbieter weiter stark zweistellig. Dem iPhone muss RIM jedoch den Vortritt lassen – der Ausblick enttäuscht zudem.

Steve Jobs hatte den Mund bei Bekanntgabe der vorletzten Quartalszahlen ziemlich voll genommen: "iPhone-Verkäufe sind mit 14,1 Millionen um 91 Prozent zum Vorjahr gewachsen und übertreffen die 12,1 Millionen Geräte, die RIM im letzten Quartal verkauft hat", erklärte der Apple-CEO im begleitenden Presse-Statement Mitte Oktober.

Das stimmt natürlich, allerdings weist Research in Motion nach einem anderen Monatszeitraum aus, der nicht einem Kalenderquartal entspricht. Ende Dezember konnte RIM den selbstbewussten Kaliforniern den Vorsprung wieder abknüpfen: Zwischen September und November 2010 setzte RIM exakt 14,2 Millionen Blackberrys ab – 100.000 Geräte also mehr als Apples Kult-Handy im letzten Berichtszeitraum.

Wachablösung ist vollzogen: RIM kommt nicht an Apples Weihnachtsquartal heran

Wenig überraschend drehte Steve Jobs den Spieß im Weihnachtsquartal aber wieder um: "Im zurückliegenden Quartal hat das Unternehmen 16,2 Millionen iPhones verkauft, 86 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahresquartal", gab Apple bekannt. "Wir hatten ein phänomenales Weihnachtsquartal mit Rekordverkäufen beim iPhone" triumphierte Steve Jobs.

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An diesem Triumph können die jüngsten Quartalszahlen von Research in Motion nun nicht mehr rütteln: 14,9 Millionen Blackberrys wurden zwischen Anfang Dezember und Ende Februar verkauft. Auch den ungeraden Quartalszeitraum berücksichtigt, kann man es drehen und wenden wie man will: Im vorletzten als auch letzten Dreimonatszeitraum kommt RIM an Apple nicht mehr heran.

Starkes Geschäftsjahr, schwacher Ausblick   

Davon abgesehen kann der Blackberry-Hersteller mit seinen vorgelegten Unternehmensdaten zufrieden sein. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar zu, die Gewinne zogen um 37 Prozent auf 934 Millionen Dollar oder 1,78 Dollar je Aktie an. Analysten hatten mit 1,76 Dollar je Anteilsschein gerechnet.

Im gesamten Geschäftsjahr konnte RIM seinen Umsatz um 33 Prozent auf 19,9 Milliarden Dollar steigern, während die Gewinne gar um 47 Prozent anzogen auf 3,4 Milliarden Dollar oder 6,34 Dollar je Aktie. Dass die RIM-Aktie nachbörslich trotzdem mit einem Minus von 12 Prozent auf nur noch 56 Dollar erneut schwer abgestraft wurde, lag am schwächeren Ausblick.

RIM erwartet nunmehr im laufenden Quartal, das den Zeitraum von März bis Ende Mai erfasst,  Erlöse in Höhe von  5,2 bis 5,6 Milliarden Dollar – also wohl sogar schwächer als im jetzt vorgelegten Dreimonatszeitraum. Angesichts Apples neuen Vertriebskanal über Verizon dürfte RIMs Abstand zum iPhone damit in Zukunft weiter wachsen – die Wachablösung scheint unumkehrbar vollzogen.

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