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Holtzbrinck trauert verpasster VZ-Chance nach

Konsequenter hat bislang noch kein deutscher Verleger auf das Internet gesetzt: Zusammen mit HarbourVest Partners startet Stefan von Holtzbrinck einen neuen Investmentfonds mit dem beeindruckenden Volumen von 177 Millionen Euro. Das Geld soll an Start-ups und bereits bestehende Web-Unternehmungen gehen. Damit reinvestiert Holtzbrinck seine Einnahmen aus dem Verkauf der Main-Post und der Gründung von Brands4Friends. Bis auf die Ausnahme StudiVZ funktioniert die Web-Strategie des Verlagserben bislang bestens.

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Konsequenter hat bislang noch kein deutscher Verleger auf das Internet gesetzt: Zusammen mit HarbourVest Partners startet Stefan von Holtzbrinck einen neuen Investmentfonds mit dem beeindruckenden Volumen von 177 Millionen Euro. Das Geld soll an Start-ups und bereits bestehende Web-Unternehmungen gehen. Damit reinvestiert Holtzbrinck seine Einnahmen aus dem Verkauf der Main-Post und der Gründung von Brands4Friends. Bis auf die Ausnahme StudiVZ funktioniert die Web-Strategie des Verlagserben bislang bestens.
Auch wenn Stefan von Holtzbrinck schon seit Jahren massiv auf das Web setzt, steigerte er gerade noch die Intensität, mit der er diese Strategie durchzieht.

Vor Weihnachten veräußerte er mit dem LPV Lebensmittel Praxis Verlag und der Main Post zwei profitable Print-Beteiligungen. Die beiden Verkäufe begründet der Verleger in einem Gespräch mit der Main-Post mit strategischen Überlegungen: "Wir haben entschieden, uns stärker auf die Bereiche Bildung und Wissenschaft, den Buchbereich und das Internetgeschäft zu fokussieren."



Der Stuttgarter verkündet seinen Strategiewechsel aus einer Position der Stärke. So sagte er in dem Interview: "Die neuen Medien haben viel zu unserer Stabilität beigetragen. Die Veräußerungsgewinne der Holtzbrinck Digital haben bereits einen dreistelligen Millionenbetrag deutlich überschritten. Zum anderen sind die meisten unserer Internet-Unternehmen in diesem Jahr profitabel."

Selbst die die VZ-Gruppe soll im zweiten Halbjahr 2010 endlich die Gewinnschwelle erreicht haben. Trotzdem ärgert man sich bei Holtzbrinck offenbar noch immer über den falschen Umgang mit dem StudiVZ-Kauf. Im Interview mit der FAZ verrät Martin Weber, Partner bei Holtzbrinck Ventures, dass er sich "jeden Tag" darüber ärgert, StudiVZ nicht verkauft zu haben. "Holtzbrinck selbst hatte später auch noch einmal die Gelegenheit, StudiVZ zu 100 Prozent an Facebook zu verkaufen. Das wäre dann das wirklich dicke Ding gewesen. Aber damals war Facebook lange nicht so stark und profitabel wie heute. Damals stand das Geschäftsmodell in Frage, heute nicht mehr. Und Facebook wollte damals nur mit Anteilen bezahlen, weil sie kein Geld hatten."

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