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US-Medienmogul will Kabel BW kaufen

Deutschlands drittgrößter Kabelnetzbetreiber wechselt den Besitzer: Für 3,16 Milliarden Euro will Liberty Global sämtliche Anteile an Kabel BW übernehmen, berichtet die Financial Times Deutschland. Damit baut US-Medienmogul John Malone seinen Einfluss in Deutschland aus und wirft den Finanzinvestor CVC aus dem Rennen, der Gerüchten zufolge 2,95 Milliarden Euro für die Übernahme geboten haben soll. Aber noch ist nichts in trockenen Tüchern: Das Kartellamt muss dem Deal noch zustimmen.

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Mit der Übernahme würde Deutschland zum größten europäischen Markt für Liberty Global werden. Denn bereits 2009 übernahm der US-Kabelnetzbetreiber den Wettbewerber Unitymedia. Gemeinsam mit Kabel BW würde das Unternehmen dann sieben Millionen Kunden erreichen und läge damit hinter Kabel Deutschland, das neun Millionen Haushalte erreicht, auf dem zweiten Platz.
Kabel BW erzielte 2010 einen Umsatz von 563 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Ebitda stieg um 21 Prozent auf 316 Millionen Euro. In Baden-Württemberg hat Kabel BW nach eigenen Angaben 2,4 Millionen Kunden. Der Börsengang des Unternehmens wurde vorerst auf Eis gelegt.
Sollte das Kartellamt den Deal verhindern, würde laut Ftd.de die US-Investmentbank JP Morgan die Firma vorübergehend übernehmen und weiterverkaufen. Falls JP Morgan dann einen niedrigeren Preis erzielt, käme Liberty für die Differenz auf, heißt es.

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