AOL: Armstrong macht den Radikalschlag

Nach dem vollzogenen HuffPo-Deal am Montag hat AOL-Chef Tim Armstrong seinen Mitarbeitern via E-Mail verkündet, 20 Prozent der Stellen streichen zu wollen. Wie die New York Times schreibt, sollen davon aber nicht die für 315 Millionen Dollar eingekauften Mitarbeiter der HuffPo betroffen sein, sondern unter anderem rund 200 Arbeitsplätze in den Online-Redaktionen von AOL. Durch den Stellenabbau könnte den Websites das Aus drohen. Nun sollen HuffPo-Mitarbeiter das Ruder übernehmen und die Inhalte liefern.

Anzeige

Insgesamt sollen 1.000 Mitarbeiter gehen müssen, allein am indischen Standort sollen es allein 400 Personen sein, berichtet die New York Times. Zusätzlich müssen dort 300 Mitarbeiter gehen, die aber durch die Anstellung in einer andere Firma weiterhin für AOL arbeiten. Die Stellenstreichungen seien der richtige Weg, um das Unternehmen und die Marke wieder auf Kurs zu bringen, sagte Armstrong. Zudem wolle der Konzern weitgehend auf die Beschäftigung von freien Mitarbeitern verzichten. Bereits im vergangenen Jahr hatte AOL 2.300 Stellen abgebaut, um die Personalkosten senken zu können.
Im Zuge der Übernahme will der AOL-Chef Doppelstrukturen abbauen. HuffPo-Chefin Arianna Huffington unterstellte er die journalistische Abteilung. Anders als vorher angekündigt, will er sein Medienunternehmen nicht mehr thematisch in Städte mit Bürgermeistern aufteilen, sondern es soll bei den klassischen Bezeichnungen "Abteilung" und "Chef" bleiben.
Derweil streitet sich New York Times-Chef Bill Keller öffentlich mit Arianna Huffington über die Machart ihrer Online-Zeitung. Sie sei die "Königin der Aggregation", verwechsle es aber mit Plagiaten. Die HuffPo würde ihre Leser nicht wegen ihres seriösen Journalismus auf die Seite locken.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige