Der Gipfel: Mammut verulkt Guttenberg

Mammut macht auf Sixt: Was der Autoverleiher bereits mit Merkel und Co. veranstaltete, macht der Schweizer Outdoor-Ausrüster nun mit Karl-Theodor zu Guttenberg. Der Ex-Minister ist Kopf der neuen Kampagne. Slogan: "Schauen Sie nach vorne, auch die besten Alpinisten kehren manchmal vor dem Gipfel um." Das Foto entstand bei einem Afghanistan-Besuch, bei dem er eine Jacke des Herstellers trug. Ein juristisches Nachspiel ist nicht unwahrscheinlich. Denn der Freiherr wurde nicht befragt...

Anzeige

Die Anzeige erschien bereits in der Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag – jenem Blatt, aus dem Guttenberg in seiner Doktorarbeit auch abschrieb, ohne dies in einer Fußnote kenntlich zu machen.
"Wir haben absolut keinen Kontakt zu Herrn Guttenberg und wir haben ihn auch nicht gesponsert, auch wenn das manche vermutet haben, weil er eben häufig diese Jacke getragen hat", sagte Mammut-Marketingleiter Christian Gisi im Interview mit stern.de. In der Schweiz hofft man, dass der Politiker über sein Werbeengagement wider Willen schmunzeln wird.

Die Anzeige sei juristisch geprüft worden. "Wenn es sich um eine historische Figur handelt, dann braucht man keine Genehmigung, um das Bild abzudrucken. Unsere Anzeige ist ja überhaupt nicht beleidigend oder rufschädigend", so Gisi. Man habe zwar über andere Claims nachgedacht, sich aber gegen solche wie "Sollte das Klima noch frostiger werden: Wir haben auch Daunenjacken" oder "Frau zu Guttenberg, wir versichern Ihnen, Ihr Mann trägt Original" entschieden, um den juristischen Konflikt zu verhindern.
Allerdings wird auf der Mammut-Homepage dann doch nicht mit Häme auf die Plagiatsaffäre gespart. Dort heißt es mit einem Augenzwinkern: "Die Aufnahme ist übrigens echt. Auch die Jacke durch und durch ein Mammut-Original. Absolut sicher."

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige