Filmverleih: Warner Bros. dealt mit Facebook

Online-Filmverleihe sind nichts Neues, der Markt zumindest in den USA schon gesättigt. Warner Bros. bemüht sich deswegen um die Erschließung neuer Märkte. Und scheint nicht mehr abwarten zu wollen, bis die User vorbeischauen. Das US-Filmstudio geht dahin, wo die User sind: auf Facebook. Die Filmgesellschaft stellt die Filme direkt beim sozialen Netzwerk ein. Gegen eine Gebühr von drei Dollar können User die Streifen 48 Stunden lang anschauen. Auch auf mobilen Endgeräten geht das Studio neue Wege.

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Mit dem Facebook-Deal schlagen Filmverleihe zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn der Verleih funktioniert über die Fanpage zum Film. So können Filmgesellschaften die Fans ständig mit Neuigkeiten über Bonusmaterial etc. versorgen und den Kauf über die Facebook-Infrastruktur abregeln, wie HollywoodRepoter berichtet.
Der Film lässt sich innerhalb von 48 Stunden nach dem Kauf anschauen, unterbrechen und zurückspulen. Trotz Vollbildmodus soll der User weiterhin vollen Zugriff auf alle Facebook-Funktionen haben. Vorerst ist der Dienst nur in den USA verfügbar. Das Projekt scheint noch ein Testballon zu sein. Vorab ist nur “The Dark Knight” verfügbar.

Damit nicht genug. Warner Bros. geht auch auf mobilen Endgeräten neue Wege. Die beiden Blockbuster “The Dark Knight” und “Inception” sind in einer speziellen App-Edition als Download erhältlich. Mit Zusatzfeatures für das Apple-Tablet will das Filmbusiness neue Zielgruppen erreichen.
Bei den beiden Apps zu den Blockbustern von Christopher Nolan kann der User entscheiden, ob er den Film direkt auf das Gerät herunterladen will, um ihn auch unterwegs zu schauen, oder via Wlan oder UMTS streamen will. Zusätzlich zum eigentlichen Film warten beide Film-Apps mit reichlich Bonusmaterial auf:‚> überrascht das Programm mit Bildergalerien und mit Szenen aus dem Making-Of, Filmplakate, Designskizzen und Quizze mit Szenen aus den Filmen. Außerdem haben die Entwickler von Warner Bros. Facebook- und Twitter-Feeds mit aktuellem Fangossip integriert.
Die Inception-App bietet ebenfalls ordentlich Mehrwert für Fans. Zusätzlich zum Streifen gibt es fünf Tracks von Hans Zimmer, die nicht auf dem Original-Soundtrack erschienen sind. Außerdem noch einen Comic von Jordan Goldberg, der storytechnisch vor dem Film spielt. Wer es genau wissen will, kann die Skizzen zum Portable Automated Somnacin IntraVenous (PASIV) Device studieren, dem Gerät, mit dem sich die Hauptdarsteller durch die einzelnen Traumszenen bewegen. Beide Apps sind im AppStore als abgespeckte Gratisversionen erhältlich. Wer die Apps in vollem Umfang nutzen will, muss zahlen. Für "The Dark Knight" 7,99 Euro, für "Inception" 14,99 Euro.

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