Nexus S: Google-Phone, die Zweite

Das erste Google-Smartphone war ein Ladenhüter. Im Mai dieses Jahres wurde es vollends aus den Regalen genommen. Jetzt soll es das Nexus One richten. In Zusammenarbeit mit Samsung und auf Basis des erfolgreichen Galaxy S hat Google das Smartphone entwickelt, das nun endlich das Zeug zum iPhone-Killer haben soll. Aus technischer Sicht steht es dem Konkurrenten in nichts nach. Erste Tests kommen zum Schluss, dass es in vielen Bereichen besser ist als das erfolgreichste Smartphone der Welt.

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Das erste Google-Smartphone war ein Ladenhüter. Im Mai dieses Jahres wurde es vollends aus den Regalen genommen. Jetzt soll es das Nexus One richten. In Zusammenarbeit mit Samsung und auf Basis des erfolgreichen Galaxy S hat Google das Smartphone entwickelt, das nun endlich das Zeug zum iPhone-Killer haben soll. Aus technischer Sicht steht es dem Konkurrenten in nichts nach. Erste Tests kommen zum Schluss, dass es in vielen Bereichen besser ist als das erfolgreichste Smartphone der Welt.

Aus seinen Fehlern hat Google gelernt. Das erste Google-Smartphone, das G1, lässt sich, gelinde gesagt, als Flop bezeichnen. Dem Marktforschungsunternehmen Flurry zufolge wurden in den ersten 74 Tagen nach Marktstart nur 135.000 Google-Handys verkauft. Im Mai 2010 wurde der Vertrieb über den eigenen Onlineshop gestoppt. Als Google im Januar mit dem Nexus One schon wieder ein eigenes Handy ankündigte, waren die Erwartungen groß. Und natürlich sieht die Branche einmal mehr den lang ersehnten “iPhone-Killer”.

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Technisch dem iPhone 4 gewachsen
Die Hardware stammt dieses Mal nicht von HTC (wie beim G1), sondern von Samsung. Als Basis muss das Galaxy S herhalten. Das zeigte bei Tests immer wieder, dass es derzeit das einzige Smartphone ist, das mit dem iPhone 4 mithalten kann. Befeuert wird das Android-Smartphone von einem 1Ghz-Hummingbird-Prozessor. Der Touchscreen misst vier Zoll und bietet eine Auflösung von 480×800 Pixel. Damit ist er etwas größer und etwas weniger hochauflösend als das Retina-Display von Apple. Genau wie das iPhone verfügt das Nexus S über eine Fünf-Megapixel-Kamera, eine Frontkamera für Videochat, GPS, einen Kompass und diverse Sensoren für Beschleunigung und Neigung. Der Akku soll laut Herstellerangaben im Standby bei eingeschaltetem UMTS rund 18 Tage durchhalten, bei GSM angeblich sogar fast 30 Tage. Die Sprechzeit liegt angeblich bei 6,7 Stunden mit UMTS und 14 Stunden bei GSM. Kurzum: Das Galaxy S ist momentan die einzig vernünftige Alternative zum iPhone 4.

Das wichtigste Feature ist Googles nahtlose Umsetzung der neuen Version des Android-Betriebssystems namens “Gingerbread”. Android 2.3 soll die Nutzerfreundlichkeit erhöhen. Durch eine bessere Touchscreen-Tastatur, eine aufgeräumte Benutzeroberfläche und ein Feature namens “Near-Field Communication”. Ein integrierter Chip soll einen drahtlosen Datenaustausch über kurze Entfernungen von etwa 10 Zentimetern ermöglichen. Eine Einsatzmöglichkeit: Bezahlen per Handy. Anstatt die Karte zu zücken, könnten Sie irgendwann ihr Google-Handy über ein Lesegerät halten und so entspannter einkaufen. Das ist aber noch Zukunftsmusik.

Google-Voice-Feature fällt in Deutschland aus der Wertung
Techcrunch hat sich das Nexus S genauer angeschaut. Das Fazit: "Wenn Du ein iPhone hast, wirst Du bestimmt nicht wechseln. Als User wirst Du dieses Telefon mehr als jedes andere haben wollen. Wenn Du keines von beiden bist, raten wir, zum Nexus S zu greifen. Es ist in vielen Bereichen besser als das iPhone 4." Dazu muss man aber anmerken, dass Michael Arrington in seinem Test das Samsung vor allem wegen seiner nahtlosen Integration des Google-Voice-Dienstes vorne sieht. Zur Erklärung: Nutzer von Google Voice erhalten eine Telefonnummer, die sie mit Hilfe von eigens erstellten Regeln je nach Anrufer an das private, dienstliche oder mobile Telefon weiterleiten und über eine Weboberfläche verwalten können.

Google Voice verfügt über einen Anrufbeantworter, der hinterlassene Nachrichten auch in Textform darstellt. Auch Konferenzen und SMS-Versand sowie -Empfang werden unterstützt. Der Clou: Google Voice ist kostenlos und bietet in den USA sogar kostenfreie Anrufe auf heimische Nummern. Google Voice ist allerdings in Deutschland noch nicht erhältlich. Diesen Vorteil kann das Nexus S hier also nicht ausspielen.

Google wird das Nexus S nicht über seine eigenen Seiten vertreiben, sondern über die US-Elektronikmarktkette Best Buy und über Carphone Warehouse in Großbritannien. In den USA soll es ab dem 16. Dezember zum Preis von 529 Dollar (396 Euro) ohne Vertrag erhältlich sein, in Großbritannien ab dem 20. Dezember.

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