Don’t drink and post: die Rosenmontags-App

"Matthias *** liegt stockbesoffen im Bett", im Rausch können einem viele Dinge herausrutschen, die man am nächsten Morgen bereut. Doch solch peinliche Posts nach einem durchzechten Rosenmontagsumzug sollen mit dem Browser-Addon passé sein. "Sobriety Test" will mitteilungsbedürftige Jecken vor der Web-Blamage schützen. Mit Nüchternheitstests vor dem Login sollen im Vollrausch verfasste Einträge in Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. verhindert werden.

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Don’t drink and post: "Schluss mit dem Web-Gelalle", dachte sich der Softwarehersteller Webroot und entwickelte – für Werbezwecke – ein kostenloses Browserprogramm, das Nutzer besser vor der Trunkenheit am PC schützen soll. Nach der Installation des Addons kann der karnevalsverrückte festlegen, zu welcher Uhrzeit und auf welchen Seiten der "Sobriety Test" aktiv werden soll.

Wer sich dann in eines seiner Social-Networks oder auf anderen Seiten einloggen möchte, um seine Erlebnisse mit den Funkemariechen zu posten, muss zuvor fünf kurze Alkoholtests bestehen, mit dem das Programm die Motorik und Konzentration des Users überprüft. Nur wer mit dem Mauszeiger einem Finger folgen kann, das Alphabet korrekt rückwärts tippt oder blinkende Lichter richtig zuordnet, kann auf seinen Account zugreifen. Wird der Nüchternheitstest nicht bestanden, verhindert das Programm den Login.
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"Nichts Gutes passiert online nach ein Uhr nachts"
Stattdessen – und hier liegt der Haken – übernimmt der "Social Media Sobriety Test" das Posten und schreibt an die Pinnwände von Facebook und Co. "*** ist zu betrunken um jetzt zu posten" – versehen mit entsprechender Werbung für den Test. Zu Recht stellen sich einige Nutzer bei YouTube die Frage, ob es wirklich besser sei, wenn ein Programm mitteilt, dass man betrunken ist, als wenn man es gleich selber macht.

Weiteres Manko der Software ist, dass sie noch nicht auf Smartphones funktioniert. Doch gerade hier wäre ein besserer Schutz vor peinlichen Posts bei der nächsten Kneipentour vermutlich wünschenswert. "Nichts Gutes passiert online nach ein Uhr nachts", schreibt Webroot auf seiner Website, wo das Plugin zum Download angeboten wird. 

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