Das sind die Technik-Trends 2011

Apple schenkte uns das iPad und das iPhone 4, Microsoft war stolz auf Windows Phone 7, und Google unternahm mit Chrome Ausflüge in die Cloud. Das Jahr neigt sich dem Ende. Zeit für einen Ausblick, welche Technik-Trends uns im kommenden Jahren erwarten. Ein Blick in die digitale Glaskugel verrät: Fernseher gehen endlich flächendeckend ins Web, 3D gibt es bald auch ohne lästige Brille, Videotelefonie setzt sich auch abseits von Facetime durch und wir spielen und speichern in der Datenwolke.

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Apple schenkte uns das iPad und das iPhone 4, Microsoft war stolz auf Windows Phone 7, und Google unternahm mit Chrome Ausflüge in die Cloud. Das Jahr neigt sich dem Ende. Zeit für einen Ausblick, welche Technik-Trends uns im kommenden Jahren erwarten. Ein Blick in die digitale Glaskugel verrät: Fernseher gehen endlich flächendeckend ins Web, 3D gibt es bald auch ohne lästige Brille, Videotelefonie setzt sich auch abseits von Facetime durch und wir spielen und speichern in der Datenwolke.

(Endlich) internetfähige Fernseher
Schuld war die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Die sorgte dafür, dass derzeit jeder einen großen LCD oder Plasma im Wohnzimmer stehen haben wollte. Schon damals gab es erste Prototypen, die das Web ins Wohnzimmer holen wollten. Kleinere Bauteile und neue Standards sollen jetzt endlich für den Durchbruch sorgen. Fernsehgeräte werden im nächsten Jahr nicht mehr nur das laufende Programm zeigen. Wie das aussehen kann, macht Apple mit seinem Apple-TV vor. Filme und Fernsehserien lassen sich problemlos shoppen. Und Selbstgedrehtes lässt sich mit wenigen Klicks vom mobilen Endgeräten auf dem Bildschirm beamen.

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Der Fernsehtrend 2011 heißt HbbTV. Was ist das genau? Und wie verändert es unser Fernsehen? Technisch gesprochen lassen sich per HbbTV auf Grundlage von einer eigenen HTML-Sprache als Basistechnologie Fernsehprogramme und Internetinhalte gleichzeitig auf einem TV-Bildschirm darstellen. Das klingt erstmal wie ein minimal aufgemotzter Videotext. Die HTML-Umgebung ermöglicht aber eine ganze Reihe von neuen Funktionalitäten: Das verkleinerte Fernsehbild lässt sich in HTML-Seiten integrieren. Von der HTML-Seite kann direkt auf ein anderes Fernsehprogramm geswitcht werden. Ein Beispiel: Schauen Sie eine Kochsendung, bekommen Sie per Knopfdruck Zugriff auf die Rezepte und können direkt online die Zutaten shoppen. Zum ersten Quartal 2011 sollen stetig neue Geräte auf den Markt kommen.

Und auch abseits des “normalen” Fernsehprogramms wird Hybrid-TV boomen. In den USA hat jüngst Google TV seinen Dienst aufgenommen. Der Internetgigant verfolgt allerdings den Ansatz, das Web im Ganzen auf den Fernseher zu bringen. Nicht als nettes Add-on, sondern als Alternative zum TV-Programm soll der Zuschauer zwischen unterschiedlichen Apps entscheiden können, aus YouTube, Vimeo oder Hulu Videos abrufen und Statistiken zur Lieblingsfußballmannschaft abrufen können. Darüber hinaus merkt sich Google TV die Vorlieben seines Zuschauers, sofern dieser sich anmeldet, und schlägt ihm passende Inhalte vor. "Es geht nicht darum, was gerade im Fernsehen läuft, sondern was ich gerade sehen möchte – und wenn ich es nicht weiß, bietet Google Vorschläge an," sagt Google-CEO Eric Schmidt. Der Zugriff auf die eigene Bildersammlung bei Flickr und Videotelefonate sollen via Google TV ebenso möglich sein.

3D-to-go ohne Brille
Kein anderer Trend wurde in diesem Jahr in den Kinosälen so hochgejubelt wie 3D. Doch während die Technik in Blockbustern mittlerweile schon zum Standard gehört, dürften die drei Dimensionen für Heimanwender an anderer Stelle warten. Mit so genannten autostereoskopischen 3D-Displays. Die gibt es schon länger, doch jetzt wird die Technologie massentauglich.

Bislang benötigte man zum Betrachten von 3D-Filmen eine spezielle Brille. Das wird sich in Zukunft ändern, denn dank Eye Tracking wird die Zusatz-Hardware überflüssig. Toshiba hatte kürzlich Geräte mit der neuen Technik vorgestellt. Und auch Nintendo springt auf den 3D-Zug auf. Ende März 2011 soll der neue Nintendo 3DS erscheinen. Der Clou: Durch ein Bildraster wird jedem Auge ein anderes Bild präsentiert. Dadurch entsteht beim Betrachter eine Tiefenwirkung.

Unterwegs in der Cloud
Die DVD-Sammlung quillt über, der Rechner strotzt vor Festplattenspeicher? Warum nur, werden Sie sich spätestens 2011 fragen. Google unternahm mit seinem Betriebssystem Chrome schon einen ersten Ausflug in die Cloud, die Datenwolke. Informationen werden 2011 zunehmend nicht mehr lokal abgelegt, sondern sind jederzeit und überall abrufbar.

OnLive macht in den USA bereits erfolgreich vor, dass User noch nicht einmal mehr einen aufgemotzen Computer brauchen, um anspruchsvolle Games zu spielen. Die Spiele werden einfach per Stream auf den Computer überspielt. Auch in der Geschäftswelt wird die Cloud immer wichtiger. Das beweist der Dienst Evernote schon jetzt. Evernote bietet Speicherplatz für Notizen aller Art, die von verschiedenen Endgeräten – vom Handy bis hin zum Rechner – angelegt und abgerufen werden können.

Videotelefonie auf dem Vormarsch
Eigentlich “no big deal”, oder? Immerhin hat sich sogar die Deutsche Post vor einigen Jahren daran die Zähne ausgebissen. Doch Apple hat mit Facetime wieder Schwung ins Business gebracht. Derzeit ist der Service nur zwischen dem iPhone 4 und dem aktuellen iPod touch sowie dem Mac möglich. Allerdings ist FaceTime ein offener Standard.

Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis auch andere Hersteller aufspringen werden. Skype wittert schon jetzt ein neues Erlösfeld. So soll das Unternehmen auf der im Januar stattfindenden Technikmesse CES ein neues Skype mit Videofunktion für mobile Endgeräte präsentieren. 

Technik mit dem gewissen "Touch"
Smartphones werden über Touchscreens bedient. Doch im Gegensatz zur alten Handytastatur ist das glatte Glas beim Schreiben von Nachteil. Diesem Problem will man künftig mit berührungsempfindlichen Touchscreens begegnen.Durch Elektrovibration bei Berührung sollen verschiedene Texturen simuliert werden. So kann sich der Touchscreen so anfühlen wie eine echte Tastatur. Microsoft arbeitet bereits intensiv in diesem Bereich. Vor allem Tablets könnten von der Entwicklung profitieren.

Tablets, Tablets, Tablets
Wo wir schon dabei sind: Tablet werden 2011 ihren Siegeszug antreten. Wie Tablets abseits vom Apple iPad und dem Samsung Galaxy Tab aussehen könnten, macht das Notion Ink Adam vor. Das Gerät verfügt über ein Hybrid-Display mit E-Ink-Modus. Damit lässt sich das Tablet auch stromsparend ohne Hintergrundbeleuchtung betreiben. Beispielsweise bei der Buchlektüre.

Apple wird sein zweites iPad vermutlich im ersten Quartal 2011 vorstellen. Schon jetzt brodelt die Gerüchteküche, welche neue Features der Marktführer mit sich bringt. Wir werden in Kürze darüber berichten. Sehr wahrscheinlich ist eine Frontkamera für den Videochat mit anderen Apple-Geräten.

Schneller mobil surfen
Wer ein Smartphone besitzt, surft damit auch unterwegs. HTC hat jetzt das erste Gerät mit 4G (auch LTE oder Super 3G genannt), das Mecha, angekündigt.

Dass andere Hersteller nachziehen, ist nur eine Frage der Zeit.

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