Braun wird WAZ-Geschäftsführer NRW

Manfred Braun steigt auf: Bislang kümmerte sich der 58-Jährige um den Zeitschriftenbereich der WAZ-Mediengruppe, jetzt erweitern die beiden Geschäftsführer des Medienhauses, Bodo Hombach und Christian Nienhaus, seine Kompetenzen und ernennen Braun zum Verlagsgeschäftsführer NRW. Damit übernimmt der Verlagsmanager die Aufgaben von Markus Beermann, der zum Jahresende nach nur eineinhalb Jahren den Essener Verlag wieder verlassen musste.

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Als Verlags Verlagsgeschäftsführer NRW kümmert Braun sich jetzt um vier Regi-
onalzeitungen Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Neue Ruhr / Neue Rhein Zeitung (NRZ), Westfälische Rundschau (WR) und Westfalenpost (WP) sowie die Anzeigenblätter der WVW/ORA. Dem Verlag NRW sind zudem die Beteiligungen am regionalen Rundfunk, an NRW.TV und der Onlinedienst DerWesten.de zugeordnet.
Laut Pressemitteilung sollen sich die Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, Bodo Hombach und Christian Nienhaus, zufrieden geäußert haben, mit Manfred Braun einen der profiliertesten Zeitschriftenmanager auch für die Tageszeitungen und Anzeigenblätter in NRW gewonnen zu haben. In den vergangenen Jahren habe Manfred Braun gezeigt, dass konsequente und systematische Arbeit an und mit den Titeln nicht nur langjährige Marken neu belebt, sondern auch erfolgreiche neue Produkte entstehen lässt. "Die Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe und Manfred Braun sind sich einig, dass das Zeitschriftengeschäft, das Manfred Braun ebenfalls verantwortet, eine starke Säule des Erfolges für die WAZ Mediengruppe ist", heißt es in der Mitteilung. "Die Verbundenheit von Manfred Braun mit dem Zeitschriftenengagement soll, um des Erfolges beider Bereiche Willen, gewahrt bleiben."
Der Braun-Vorgänger Beermann musste wohl gehen, weil es ihm nicht überzeugend gelang, die Problemfelder im Regionalzeitungsgeschäft effektiv zu bereinigen. Hinzu kam, dass das lokale Fernsehen (allerdings nicht nur bei der WAZ) weit von der Gewinnzone entfernt ist.
Die Auflage der Zeitungen der WAZ-Mediengruppe liegt zusammen bei 807.471 Exemplaren. Während der Gesamtverkauf im Fünf-Jahres-Trend um 16 Prozent fiel, konnte der Rückgang in den vergangenen zwölf Monaten abgefedert werden. Die WAZ steigerte den sonstigen Verkauf um mehr als die Hälfte, wodurch das Minus im Gesamtabsatz nur ein Prozent beträgt. Den Hauptanteil des Verkaufs machen mit 739.650 Stück aber immer noch die Abonnenten aus. Deren Zahl ging um drei Prozent zurück.

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