Springer hält jetzt Mehrheit an SeLoger.com

Erfolgreiche Übernahme: Erst sah es nach einem zähen Ringen um die Mehrheit an der französischen Immobilienplattform SeLoger.com aus, doch dann fädelte Springer den Deal fast lautlos ein. Einen Tag vor der eigenen Bilanzpressekonferenz verkünden die Berliner nun, dass 61,8 Prozent aller Anteilseigner ihr Angebot angenommen hätten. Inklusive des 12,4 Prozent-Anteils, den Springer bereits an dem Pariser Unternehmen hält, kontrolliert das deutsche Medienhaus dann 74,2 Prozent der Anteile. Damit wird Springer auch die Mehrheit im Aufsichtsrat stellen.

Anzeige

„Wir freuen uns, dass eine große Mehrheit der SeLoger.com-Aktionäre unser verbessertes Angebot angenommen hat. Als führendes Online-Immobilienportal in Frankreich ist SeLoger.com eine perfekte Ergänzung unseres Portfolios erfolgreicher Internet-Unternehmen und stärkt unsere Position in einem großen europäischen Markt", kommentiert Springer CEO-Mathias Döpfner. "Wir werden die weiteren Wachstumspläne des Unternehmens vorbehaltlos unterstützen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem exzellenten Management-Team. Der Erwerb von SeLoger.com beschleunigt unser Wachstum im Bereich der Online-Rubrikenmärkte, einer der drei Kernsäulen unserer Digitalisierungsstrategie.“

Das Springer-Angebot an die Aktionäre des Immobilienportals lag zuletzt bei 38,05 Euro je Aktie. Zuvor hatten die Berliner bereits 12,4 Prozent zu einem Preis von 34 Euro gekauft.
Nimmt man die Angaben, die SeLoger auf der eigenen Seite zu seiner Aktienstruktur vom 31. Dezember 2009 veröffentlicht hat, als Maßstab, dann gibt es zurzeit 16.646.503 Aktien. Das würde wiederum bedeuten, dass Springer für seinen Zwölf-Prozent-Anteil 70,18 Millionen Euro und für die weiteren 61,8 Prozent 391,44 Millionen Euro zahlen musste. Insgesamt kostete der Deal Döpfner damit rund 461,62 Millionen Euro.
SeLoger.com ist mit mehr als 1,1 Millionen Immobilienanzeigen und 3,1 Millionen Unique User im Dezember 2010 französischer Marktführer in seinem Segment. Für das Geschäftsjahr 2010 meldeten die Pariser ein Umsatzwachstum von 13,3 Prozent auf 82,7 Millionen Euro. Die EBITDA-Prognose für das vergangene Jahr soll sich im oberen Bereich zwischen 42 und 44 Millionen Euro bewegen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige