Oscar: „The King’s Speech“ ist „bester Film“

Das britische Historiendrama "The King's Speech" ist als großer Gewinner aus der diesjährigen Oscar-Verleihung hervor gegangen. Neben dem Preis als "bester Film" des Jahres gingen auch noch der Regie-, der Hauptdarsteller- und der Originaldrehbuch-Oscar an "The King's Speech". Ebenfalls viermal zugeschlagen hat - allerdings nur in Nebenkategorien - "Inception", "The Social Network" gewann dreimal. Großer Verlierer des Jahres war "True Grit", der mit zehn Nominierungen keinen Oscar gewann.

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In einer vergleichsweise sehr höhepunktarmen Award-Show wirkte vor allem Schauspieler James Franco als Moderator wie eine große Fehlbesetzung. Auch der ab und zu aufblitzende Charme seiner Kollegin Anne Hathaway konnte seine an diesem Abend nicht vorhandene Ausstrahlung nicht überdecken. Unterhaltsam waren die beiden Moderatoren allenfalls im Intro, in dem sie in diversen nominierten Filmen auftauchten – und mit dem "Zurück in die Zukunft"-Auto zur Oscar-Verleihung reisten.

Sehenswert war zudem die Idee, Bilder aus Klassikern der Filmhistorie auf die grandiosen Bühne zu projizieren. Heimlicher Star des Abends war – nicht nur nach Twitter-Buzz gerechnet – der greise Kirk Douglas, der schwer verständlich, aber überaus amüsant die Nebenrollen-Gewinnerin verkündete. Ebenfalls hervor tat sich als Präsentatorin Sandra Bullock mit ihren persönlichen Worten an jeden der nominierten männlichen Hauptdarsteller.

Den Preis überreichte Bullock Colin Firth, der sichtlich gerührt war – und einen von vier Preisen für "The King’s Speech" entgegen nahm. Regisseur Tom Hooper gewann ebenso wie Drehbuchautor David Seidler und das Team für den kompletten Film. Beste Hauptdarstellerin wurde erwartungsgemäß Natalie Portman für "Black Swan", die Oscars für die besten Nebenrollen gingen an Melissa Leo und Christian Bale in "The Fighter".

"Inception" siegte in den Kategorien Kamera, Ton, Tonschnitt und visuelle Effekte. Drei Preise gewann "The Social Network" – u.a. mit Aaron Sorkin für das beste adaptierte Drehbuch. Zweimal siegte neben "The Fighter"auch der beste Animationsfilm des Jahres "Toy Story 3", sowie "Alice im Wunderland". Komplett leer gingen von den acht Filmen mit fünf und mehr Nominierungen "True Grit" (10 Nominierungen) und "127 Hours" (6 Nominierungen) aus.

Alle 24 Oscar-Gewinner 2011 im Überblick:

Bester Film: "The King’s Speech"
Beste Regie: Tom Hooper ("The King’s Speech")
Bester Hauptdarsteller: Colin Firth ("The King’s Speech")
Beste Hauptdarstellerin: Natalie Portman ("Black Swan")
Bester Nebendarsteller: Christian Bale ("The Fighter")
Beste Nebendarstellerin: Melissa Leo ("The Fighter")
Bestes Originaldrehbuch: David Seidler ("The King’s Speech")
Bestes adaptiertes Drehbuch: Aaron Sorkin ("The Social Network")
Bester Animationsfilm: "Toy Story 3"
Bester fremdsprachiger Film: "In einer besseren Welt" (Dänemark)
Bester animierter Kurzfilm: "The Lost Thing"
Bester Kurzfilm: "God of Love"
Bestes Szenenbild: Robert Stromberg & Karen O’Hara ("Alice im Wunderland")
Beste Kamera: Wally Pfister ("Inception")
Bestes Kostümdesign: Colleen Atwood ("Alice im Wunderland")
Bester Dokumentarfilm: "Inside Job"
Bester Dokumentarkurzfilm: "Strangers no more"
Bester Schnitt: Kirk Baxter & Angus Wall ("The Social Network")
Bestes Make-Up: Rick Baker & Dave Elsey ("Wolfman")
Beste Filmmusik: Trent Reznor & Atticus Ross ("The Social Network")
Bester Filmsong: Randy Newman – "We belong together" ("Toy Story 3")
Bester Ton: Lora Hirschberg, Gary Rizzo & Ed Novick ("Inception")
Bester Tonschnitt: Richard King ("Inception")
Beste visuelle Effekte: Paul Franklin, Chris Corbould, Andrew Lockley & Peter Bebb ("Inception")

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