JvM und die „Helden“: Legt euch gehackt!

Mit ihrer schroffen Absage an die Werber von Jung von Matt hat "Wir sind Helden"-Sängerin Judith Holofernes ein Riesen-Medienecho erzeugt. Ein Nutzer der Jugend-Community der Süddeutschen Zeitung, Jetzt.de, hat nun die rotzfreche Antwort auf die Antwort verfasst: Die "weltverbesserische Neofeministin" solle sich der Organisation "Gutmenschenmütter machen den Prenzlauer Berg besser" anschließen. Und die 10.000 Euro Gage für die Begrenzung von Schriftgrößen in Boulevardzeitungen ausgeben.

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Das Schreiben beginnt mit "Sehr geehrte Frau Irmgard Meier, oder sollen wir sagen: Judith Holofernes? Wir bedanken uns sehr herzlich für ihren – sagen wir es mal so deutlich – sehr sehr sehr ausführlichen Beitrag für unsere kommende Bild-Kampagne." Die Art-Direktoren von Jung von Matt arbeiteten gerade hart daran, die Antwort auf einem Plakat unterzubringen. "Vielleicht machen wir sogar vier Plakate daraus? Für jedes ‚Wir sind Helden‘ Mitglied eins. Das wäre doch eine tolle Idee. Finden Sie nicht?", schreibt Jetzt.de süffisant. Die Aussage "Ich glaube, es hackt!" käme dann groß auf das Holofernes-Plakat.
Weiter kritisiert der Nutzer der SZ-Jugend-Community die "Helden"-Sängerin als spröde Neofeministin: "Ein bisschen Sex darf bei der Bild-Zeitung nicht fehlen. Auch wenn unsere Leser den Sex-Appeal einer weltverbesserischen Neofeministin mit Sendungsbewusstsein wohl nicht ganz erfassen werden." Besser sei Holofernes bei der Organisation "Gutmenschenmütter machen den Prenzlauer Berg besser" aufgehoben. Sie setze sich für die totale Durchgentrifizierung des Bezirks ein. "Unter anderem fordert sie Kinderspielplätze aus Bio-Holz, H&Ms ausschließlich mit nachhaltigen Textilien und die Begrenzung von Schriftgrößen für Boulevardzeitungen."

Holofernes, fordert das Jetzt.de-Mitglied, hätte sich bei ihrer Antwort an die Bild-Kampagne "Wer etwas Wichtiges zu sagen hat, macht keine langen Sätze" erinnern sollen. Dann hätte sie einfach mit einem "Legt euch gehackt!" antworten können.

Die "Wir sind Helden"-Sängerin hatte eine Anfrage der Agentur Jung von Matt abgelehnt, bei der Bild-Werbekampagne mitzumachen und Bild dabei ordentlich abgewatscht. Sie schrieb unter anderem, dass die Leser des Boulevard-Blatts "saudumm" seien. Weiter heißt es in ihrem Brief: "Die laufende Plakat-Aktion der Bild-Zeitung mit so genannten Testimonials, also irgendwelchem kommentierendem Geseiere (Auch kritischem! Hört, hört!) von so genannten Prominenten (auch Kritischen! Oho!) ist das Perfideste, was mir seit langer Zeit untergekommen ist. Will heißen: nach Euren Maßstäben sicher eine gelungene Aktion."

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