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Bundeswehr hatte Bild schon 2010 im Visier

Offenbar unter dem Eindruck der Diskussion um die Exklusivbelegung der Springer-Massenblätter Bild und Bild am Sonntag hat das Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) jetzt Details zur Kampagnenplanung bekannt gegeben. Wichtigstes Ergebnis aus Sicht des Verlagshauses: Die Festlegung auf Bild und BamS als Werbeträger erfolgte bereits Ende 2010, also lange vor Bekanntwerden der Plagiatvorwürfe gegen Minister zu Guttenberg und dem daraus erwachsenden öffentlichen Druck.

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Das Ministerium legte auch offen, wie hoch die Summe ist, die Bild, BamS und Bild.de für eine vierwöchige Laufzeit der Kampagne im April überwiesen wird: 600.000 Euro, was 12 Prozent des Gesamtvolumens der Werbemaßnahme entspreche (4,8 Millionen Euro). Zur Historie der Kampagne teilt das BMVg Folgendes mit: "(Die Medienagentur) Zenithmedia hat 2008 im Wettbewerb mit 22 anderen Anbietern eine Ausschreibung gewonnen und ist seither Rahmenvertragspartner der Bundeswehr. Die Agentur identifiziert vor allem, auf welchen werblichen Kanälen die jeweiligen Zielgruppen am besten erreicht werden können und schlägt einen entsprechenden Medien-Mix vor. Die Buchung einzelner Schaltungen in Medien erfolgt ebenfalls durch die Agentur."
Im konkreten Fall bedeute das: "Die aktuelle Kampagne wurde im vergangenen November 2010 (zu diesem Zeitpunkt nur auf Mannschaften SaZ ausgerichtet) konzipiert. Im Dezember 2010 hat Zenithmedia hierzu erste Gespräche u.a. mit Bild geführt. Die Billigung der Kampagne … erfolgte im Januar diesen Jahres.vDie Werbung erfolgt in drei Phasen bis Jahresende durch Fernseh- u. Radiospots sowie den Einsatz von Print- und Onlinemedien. Lediglich in einer vierwöchigen Phase wird in Bild, Bild am Sonntag und Bild.de geworben."
Nach Bekanntwerden der zeitweisen Exklusivbelegung der Springer-Zeitungen war zunächst verschiedentlich gemutmaßt worden, dass hierbei ein Zusammenhang mit dem Eintreten der Bild-Zeitung für den Verbleib von Minister Karl-Theodor zu Guttenberg im Amt bestehen könne.

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