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Apple: Steve-Jobs-Nachfolge weiter offen

Apple-CEO Steve Jobs scheint unantastbar: Auf der gestrigen Hauptversammlung in Cupertino hatte der Interims-Vorstandsvorsitzende Tim Cook nichts Neues über den Gesundheitszustand seines Chefs zu verkünden. Auch Aktionäre blieben zahm und stellten keine bohrenden Fragen. Der Antrag eines großen US-Pensionsfonds zur Offenlegung der möglichen Nachfolge des Apple-Gründers wurde von Aktionären abgelehnt. Und auch die Verwendung des riesigen Barvermögens bleibt im Unklaren.

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Apple-CEO Steve Jobs scheint unantastbar: Auf der gestrigen Hauptversammlung in Cupertino hatte der Interims-Vorstandsvorsitzende Tim Cook nichts Neues über den Gesundheitszustand seines Chefs zu verkünden. Auch Aktionäre blieben zahm und stellten keine bohrenden Fragen. Der Antrag eines großen US-Pensionsfonds zur Offenlegung der möglichen Nachfolge des Apple-Gründers wurde von Aktionären abgelehnt. Und auch die Verwendung des riesigen Barvermögens bleibt im Unklaren.

Ruhe am Vorabend des Geburtstags: Steve Jobs wird heute 56 Jahre alt, und sicher nicht nur Apple-Aktionäre wünschen dem visionären Gründer des wertvollsten Technologie-Unternehmens der Welt vor allem eines – Gesundheit. So hing dieses Thema denn auch wie ein Gespenst über der Hauptversammlung in der Geschäftszentrale in Cupertino: Steve Jobs war krankheitsbedingt wie schon 2009 nicht anwesend, präsent war er irgendwie doch.

„Ich glaube, es ist schlecht für Aktionäre, dass Steve Jobs krankheitsbedingt fehlt, dann aber doch den Eindruck erweckt, er wäre da“, erklärte Universitätsprofessor James Post von der Boston University’s School of Management mit Blick auf die jüngsten Statements zur Abonnement-Neureglung bei Verlags-Apps oder dem Erscheinen beim Dinner mit Präsident  Obama. „Es verwirrt und widerspricht der Idee einer krankheitsbedingten Abszenz.“

Starke Performance: Aktie legt auf Jahressicht um 70 Prozent zu

Damit dürfte sich der Universitätsprofessor jedoch in der Minderheit befinden – nichts wünschen sich Apple-Aktionäre wohl mehr als die Rückkehr ihres genesenden Vorstandsvorsitzenden. Das wird auch beim Blick auf die Aktienperformance im vergangenen Jahr deutlich: Angesichts einer Kurssteigerung von nochmals 70 Prozent im Jahresverlauf können sich Apple-Aktionäre wahrlich nicht beklagen.

Entsprechend wurde das Thema Gesundheitszustand des amtierenden Apple-CEOs pietätvoll ausgeschwiegen. Lediglich ein US Pensionsfonds wagte sich moderat vor: „Wir hoffen, dass Steve Jobs das Unternehmen für immer leitet, aber ist das realistisch?“ So wurde dann auch der Antrag auf eine öffentliche Nachfolgeregelung gestellt.

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Wenig überraschend wurde dieser Antrag jedoch von der Mehrheit der Apple-Aktionäre abgelehnt, die damit dem Vorstand folgten, der der Meinung ist, eine Kandidaten-Benennung könne zur Unruhe im Unternehmen und Abwerbeversuchen anderer Manager führen. Apples Interims-CEO Tim Cook betonte jedoch, das Unternehmen verfüge über einen Plan, wolle diesen aber nicht öffentlich machen.

Kapital horten, „um großartige Dinge tun zu können“

Entsprechend verschwiegen gab sich das Technologie-Unternehmen auch in Bezug auf die Verwendung des enormen Kapitals, das es in den vergangenen Jahren angehäuft hat. Mehr als 60 Milliarden Dollar hortet Apple inzwischen in seinen Geldspeichern zum Großteil zu Mickerzinsen. Eine Dividende will der Konzern indes traditionell dennoch weiter nicht ausschütten – ebenso wenig wie sich bei möglichen Übernahmen in die Karten schauen zu lassen.

Apple horte das Kapital, „um großartige Dinge tun zu können“, ließ CFO Peter Oppenheimer durchblicken. Ein Übernahmeziel habe Apple zu diesem Zeitpunkt aber nicht im Auge. Aktionäre reagierten nach den harten Abverkäufen der letzten Handelstage unterdessen beruhigt auf die Hauptversammlung. Die Anteilsscheine legten an einem verlustreichen Handelstag an der Wall Street gegen den Markttrend mehr als ein Prozent zu.

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