Focus-Chef Weimer startet Facebook-Profil

Jetzt ist auch Focus-Chefredakteur Wolfram Weimer bei Facebook. Der Münchner folgt damit dem Beispiel des Abendblatt-Chefs Claus Strunz und des Welt-Machers Jan-Eric Peters. Wie sein Hamburger Kollege konzipierte auch Weimer seinen Facebook-Auftritt nicht als ein persönliches Profil, sondern legte in Zusammenarbeit mit der Burda-Kommunikation gleich eine sogennante Fanseite an. Alleinstellungsmerkmal: Wichtige Ereignisse will der Focus-Macher exklusiv bei Facebook kommentieren.

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Am gestrigen Montagabend verfasste Weimer seinen ersten Kommentar. Der ehemalige Cicero-Chef beschäftigt sich darin mit der Situation in Libyen. Unter der Überschrift "Nieder mit Gaddafi!" schriebt Weimer unter anderem: "Während Deutschland über die Fußnoten einer Doktorarbeit streitet, metzelt der Diktator Gaddafi sein Volk nieder. Libyen versinkt in einem Meer aus Blut und Tränen." Für normale Facebook-Verhältnisse durchaus ungewohnt ernste Töne. Allerdings auch welche, die durchaus gehört werden. Denn trotz seiner bislang lediglich 191 Freunde wurde der Eintrag schon vier Mal kommentiert und 16 Mal geliked. 
Seit dem 15. Februar wird das Profil ernsthaft bestückt. Der erste Eintrag stammt allerdings noch aus dem Januar. Das Start-Posting lautet: "Gibt es eigentlich einen Grund, warum in deutschen Städten die Sparkassen, die AOK und IHK immer prächtig residieren, während die Schulen so aussehen wie in Jugoslawien 1973?"
Beide Texte zeigen: Weimers Facebook-Dependance steht für klare politische und journalistische Ansagen und weniger für Presse-Gossip a la "sitze gerade mit Star XY im Borchards". Trotzdem soll das Profil auch Einblicke in den Redaktionsalltag bieten.
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