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Die größten Auflagenbringer der Yellows

Sie leiden zwar wie andere Segmente auch unter Auflagenrückgängen, doch die wöchentlichen Klatsch- und Tratsch-Blätter sind weiterhin Auflagengiganten und bringen insbesondere Kiosk-Besitzern wichtige Umsätze. Doch wie machen Blätter wie die Freizeit Revue, die Neue Post oder die Freizeitwoche Auflage? Welche Promis sind in dieser Zielgruppe populär? MEEDIA wollte es wissen und hat die meistverkauften Ausgaben der Regenbogenpresse im Jahr 2010 ermittelt - mit erstaunlichen Ergebnissen.

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In unsere Auswertung kamen die fünf am Kiosk stärksten unterhaltenden, wöchentlichen Frauenzeitschriften. Das sind derzeit die Freizeit Revue mit einem Kiosk-Verkauf von 626.831 Exemplaren pro Ausgabe (Durchschnittszahlen 2010), die Neue Post mit 588.171, die Freizeitwoche mit 516.184, Das Neue Blatt mit 451.135 und Freizeit Spass mit 427.369. Für diese fünf Titel haben wir dann die 52 Einzelverkaufsauflagen der Hefte 1/2010 bis 52/2010 herausgesucht und präsentieren nun die jeweilige Top 3, sowie den größten Flop des Jahres.

Beginnen wir mit der Nummer 1 des Genres, der Freizeit Revue. Der Burda-Klassiker hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zwar auch an Auflage verloren, doch im Vergleich zu anderen Traditions-Yellows waren die Verluste nicht so extrem. So hat sich die Freizeit Revue mittlerweile vorbei an Titeln wie Das neue Blatt und Neue Post auf den ersten Platz geschoben. Im Jahr 2010 punktete das Magazin – wie schon Bunte und Gala – am meisten mit der schwedischen Adels-Hochzeit. 685.104 Leute griffen am Kiosk zur Freizeit Revue 26/2010 – der mit Abstand beste Wert des Jahres. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen zwei Titel mit Peter Alexander. "Alkohol-Exzesse" titelte das Blatt im September, "Krebs-Drama um seine liebe Barbara" im Juli. Beide Ausgaben sprangen über die 650.000er-Marke. Angesichts der offenbar immer noch großen Popularität des Österreichers ist es also kein Wunder, dass anlässlich seines Todes fast alle Yellows, sowie Bild & Co. ausführlich auf sein Leben zurückblickten.

  

Die Neue Post aus dem Hause Bauer findet sich nach großen Käuferverlusten insbesondere in den vergangenen Jahren nur noch auf Platz 2 des Segments. Fanden im Jahr 2002 jede Woche noch mehr als 1 Mio. Leute den Weg zum Kiosk, waren es 2010 im Durchschnitt nur noch 588.171. Am erfolgreichsten war das Blatt dabei vor allem mit Adels-Titeln. So lockte "Das süße Baby-Geheimnis" von Prinzessin Victoria im Juli 634.802 Käufer "Die Liebes-Geheimnisse der Prinzessinnen Mette Marit & Maxim" kam eine Woche später auf einen Einzelverkauf von 634.776. Populär scheint auch Günther Jauch bei der Neue-Post-Leserschaft zu sein. Das Blatt titelte im Juli "Alles über seine unbekannte Seite" und 634.749 Menschen griffen zu.

  

Noch relativ jung ist das Bauer-Klambt-Joint-Venture Freizeitwoche. Mit seinem recht kleinen Preis von 80 Cent hat sich das Heft auf Platz 3 der Branche vorgearbeitet – der Einzelverkauf von 516.184 war der bisher zweitbeste in den sieben Freizeitwoche-Jahren. Besonders gut verkauft hat sich im Jahr 2010 die Ausgabe 6/2010 mit "Zärtlichen Umarmungen und Küssen" zwischen Howard Carpendale und Helene Fischer. Mit 585.440 Kiosk-Käufern war das Heft mit großem Vorsprung die Nummer 1 der Jahres-Charts. Dahinter folgt mit 554.525 Verkäufen Ausgabe 5 des Jahres mit Andrea Berg auf dem Titel. Ebenfalls populär scheint Heidi Klum zu sein: 553.148 Menschen wollten im Mai wissen, wie die "bitterböse Abrechnung" von Sky du Mont mit der "Topmodel"-Sucherin aussah.

  

Beim Neuen Blatt schaffte es Heidi Klum sogar auf den ersten Platz. Die Schlagzeile "Arme Heidi Klum – Das neue Familien-Drama – Seal ist weg!" fanden 501.462 Leute interessant genug, um sich das Heft zu kaufen. Platz 2 ging hier an den Kaiser Franz Beckenbauer, dessen "Seitensprung-Geständnis" 482.829 Kiosk-Käufer fand. Auch hier sprang Schlagersängerin Helene Fischer in die Top 3 – "Das bewegende Baby-Geständnis" kam auf 481.313 Einzelverkäufe.

  

Ebenfalls noch recht neu ist der Freizeit Spass. Mit 427.369 Kiosk-Käufern erreichte das Burda-Blatt 2010 seinen bisherigen Bestwert – wie die Freizeitwoche existiert es seit 2004. Erfolgreichster Freizeit Spass des Jahres war etwas überraschend Heft 27/2010 mit Oliver Kahns "Liebes-Chaos". 467.113 Leute griffen zu. Ob aber womöglich eher das ebenfalls auf dem Titel angekündigte, angebliche "Drama in den Flitterwochen" um Kronprinzessin Victoria der Hauptkaufgrund war – man weiß es nicht. Auf Platz 3 haben es Victoria und Daniel eine Woche zuvor geschafft. 451.351 Freizeit-Spass-Käufer freuten sich über ihre Hochzeit. Dazwischen schob sich noch Schlagersängerin Angela Wiedl und ihre "Gespräche mit der toten Tochter" mit 460.226 Kiosk-Käufern.

  

Das waren also die Verkaufs-Hits der fünf Titel, kommen wir zu den größten Flops. Bei der Freizeit Revue und der Freizeitwoche waren das die jeweiligen Hefte 52/2010, die sich bei vielen wöchentlichen Magazinen wegen der Weihnachtsfeiertage schwächer verkaufen als andere Ausgaben. Ob sich die beiden Titel mit Florian Silbereisen und Helene Fischer auch in anderen Wochen so schlecht verkauft hätten, ist also unwahrscheinlich. Helene Fischer belegt allerdings auch beim Neuen Blatt den letzten Blatt. Interessierten sich im Juni noch 481.313 Kiosk-Käufer für ihr "bewegendes Baby-Geständnis", waren es im Oktober bei der relativierenden Story "Kein Baby – es ist so traurig!" nur noch 415.026. Hier zogen Good News also offenbar besser als Bad News. Bei der Neuen Post sorgte "die unvergessene Film-Diva" Ruth Leuwerik für den Verkaufsflop des Jahres, beim Freizeit Spass das Demnächst-Ehepaar Prince William und Kate Middleton. Interessanterweise war das auch schon bei Gala und OK! der Fall – so populär scheint das englische Paar also noch nicht zu sein.

  

 

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