Leo Kirch verklagt erneut Ex-Deutsche-Bank-Chef

Leo Kirch zieht ab Freitag erneut gegen den früheren Chef der Deutschen Bank, Rolf Breuer, vor Gericht. Das berichtet die Wiener Zeitung. Der 84-jährige ehemalige Medienmogul klagt Breuer an, für die Pleite seines Medienimperiums verantwortlich zu sein. Diesmal will Kirch selbst als Zeuge auftreten.

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Kirchs Imperium, zu dem unter anderem der Pay-TV-Sender Premiere gehörte, brach 2002 zusammen, weil es sieben Milliarden Euro Schulden hatte. Der damalige Deutsche-Bank-Chef hatte zuvor im Fernsehen gesagt, dass es allgemein bekannt sei, dass Kirch keine Kredite mehr bekomme. Kirch klagte daraufhin auf milliardenschwere Entschädigungen, weil er die Aussage als geschäftsschädigend beurteilte.

In der neuen Verhandlung zwischen Kirch und Breuer am Oberlandesgericht München geht es um die Schadenersatzforderungen der Kirch-Firma KGL Pool, in der 17 Töchter gebündelt sind, berichtet die Wiener Zeitung. In erster Instanz hatte das Gericht verneint, dass die KGL Pool Vertragsbeziehungen zur Bank unterhielt und Schadenersatz abgelehnt.

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