Twitter arbeitet endlich profitabel

Nach bangen Jahren, in denen Twitter zwar das Trendthema von Internet-Fans war, aber kein tragfähiges Geschäftsmodell vorweisen konnte, verdient der Mikrobloggingdienst jetzt Geld. Das erklärte CEO Dick Costolo am Rande des Mobile World Congress in Barcelona. Bereits 100 Millionen Dollar will Twitter in diesem Jahr umsetzen, sagte der neue CEO, der Gründer Biz Stone im vergangenen Jahr ablöste. Gleichzeitig betonte Costolo, das Internet-Unternehmen stehe nicht zum Verkauf.

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Es ist so weit: Nach bangen Jahren, in denen Twitter zwar das Trendthema von Internet-Fans war, aber kein tragfähiges Geschäftsmodell vorweisen konnte, verdient der Mikroblogging-Dienst jetzt Geld. Das erklärte CEO Dick Costolo am Rande des Mobile World Congress in Barcelona. Bereits 100 Millionen Dollar will Twitter in diesem Jahr umsetzen, sagte der neue CEO, der Gründer Biz Stone im vergangenen Jahr ablöste. Gleichzeitig betonte Costolo, das Internet-Unternehmen stehe nicht zum Verkauf.  

Endlich: Die Internet-Welt ist um einen Mythos ärmer. Der 140-Zeichen, der spätestens seit der Notwasserung auf dem Hudson River in New York in der Popkultur ankam, kann doch profitabel arbeiten. Immer wieder wurde die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells in der Vergangenheit  in Frage gestellt – nun verkündet Twitter den Sprung in die Gewinnzone.

CEO Dick Costolo gewährte auf dem Mobile Congress in Barcelona einen Einblick in die jüngste Geschäftsentwicklung. Demnach arbeitet Twitter inzwischen nicht nur profitabel, sondern will dieses Jahr auch bereits 100 Millionen Dollar umsetzen.

"Wir sind nicht 10 Milliarden Dollar wert"
Möglich werden soll dieses u.a mit einer Ausdehnung der Werbemaßnahmen, die Twitter in der Vergangenheit sehr dezent angegangen war. Noch vor Ende des ersten Quartals sollen die sogenannten „Promoted Tweets“ ausgerollt werden – Werbe-Tweets werden also künftig in der Timeline von Nutzern erscheinen. Vorsorglich warnt Twitter Werbetreibende bereits vor einer zunächst negativen User-Akzeptanz, berichtet der „Alley Insider“.

Twitter steht damit vor seinem bisher größten Experiment. Auf 200 Millionen Nutzer kommt der boomende Mikroblogging-Dienst bereits, 130 Millionen Tweets werden pro Tag verschickt.  Dass das nach Facebook zweitgrößte Social Network allerdings bereits acht bis zehn Milliarden wert sei, wie das Wall Street Journal vor wenigen Tagen kolportierte, dementierte Costolo ebenso wie Übernahmeofferten. 

"Wir sind nicht mit zehn Milliarden Dollar bewertet. Das schreiben die Leute in den Zeitungen, was den negativen Effekt hat, dass meine Freunde denken, ich habe zehn Milliarden Dollar", scherzte Costolo in Barcelona. Um dann ernsthaft hinzuzufügen: "Wir stehen nicht zum Verkauf. Wir standen nie zum Verkauf und wir stehen es auch nicht. Wir haben ein sehr, sehr großes Interesse, ein unabhängiges Unternehmen aufzubauen." 

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