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Abschied im TV: “Musste das sein, Bernd?”

Mit einer Trauerfeier in München nahm die Filmwelt am Montag Vormittag Abschied von Produzent und Filmemacher Bernd Eichinger. Hunderte prominente Gäste und die Münchener Bevölkerung erwiesen in der katholischen St. Michaelskirche im Zentrum von München ihrem Kollegen, Freund und Idol die letzte Ehre. Vertreter aus Politik und Film ehrten in Abschiedsreden sein filmisches Werk und die Verdienste für seine Heimatstadt München. Die eigentliche Beerdigung soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

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Einen Abschied im “Namen der Rose” könnte man die Trauerfeier, die live von Sat.1 übertragenen Andacht nennen. Ein Herz aus roten Rosen zierte die Urne des Produzenten  in der Münchener St. Michaelskirche.  Auf den Stufen davor war ein großes Schwarz-Weiß-Foto Eichingers aufgebaut, vor dem seine Ehefrau Katja und seine Tochter Nina zu Beginn des Gottesdienstes Blumen niederlegten.

Prominente und Weggefährten füllten die Reihen des Altarraums. Veronica Ferres, Hannelore Elsner und Uwe Ochsenknecht waren da. Tom Tykwer, Uli Edel, Wolfgang Petersen und Dorries Dörrie erwiesen ihm die letzte Ehre. Thomas Kretschmann, der die Laudatio für die “Goldene Kamera” am Wochenende für ihn hielt, wie auch Ex-Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust und Moderator Thomas Gottschalk.

Und auch die Münchner nahmen Abschied von ihrem Idol. In der Münchner Innenstadt versammelten sie sich, um der Trauerrede zu lauschen. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude ehrte Eichingers filmisches Werk und seine Verdienste für die bayerische Landeshauptstadt. Doch es schien Eichingers Weggefährte Günther Rohrbach, erster Präsident der Deutschen Filmakademie, die Eichinger mit aufbaute, und Aufsichtsratmitglied der Constantin Film AG, die Eichinger wieder zu neuem Leben erweckte, zu sein, der das zu fragen wagte, was viele bewegte: “Musste das sein, Bernd? Das ist nicht fair. Ich kann das nicht.”

Sat.1 hatte sein Programm geändert, um live von der Trauerveranstaltung berichten zu können. Moderiert wurde die Sendung mit dem Titel "Abschied von Bernd Eichinger" unter anderem von Steven Gätjen. Die Gedenkandacht hielt der Jesuitenpater Karl Kern. Die eigentliche Beerdigung soll zu einem anderen Zeitpunkt und nur im engsten Kreis von Bekannten und Angehörigen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Bernd Eichinger war am 24. Januar in Hollywood an einem Herzinfarkt gestorben. Der 61 Jahre alte Filmemacher zählte mit Filmen wie “Die unendliche Geschichte”, “Der Name der Rose”, “Das Parfum” oder “Der Baader Meinhof Komplex” zu den Einflussreichsten im deutschen und internationalen Filmgeschäft.

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