Ulrich Wilhelm ist neuer BR-Intendant

Ulrich Wilhelm tritt heute seine Arbeit als neuer Intendant des Bayerischen Rundfunks an. Bereits im Mai vergangenen Jahres entschied sich der BR-Rundfunkrat für den ehemaligen Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Edmund Stoiber. Der gelernte Journalist und studierte Jurist folgt auf Thomas Gruber, der sein Amt vorzeitig niederlegte. In ARD-Kreisen hofft man nun darauf, dass Wilhelm mit seinen guten Kontakten die Position der ARD in der Politik festigt.

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Er komme zwar aus der Politik, sehe aber den Journalismus als seine "erste Leidenschaft" an, erklärte der neue BR-Intendant Ulrich Wilhelm bei seinem Amtsantritt. Wilhelm ist schon seit Beginn der Achtziger eng mit dem BR verbunden. Während seines Studiums der Rechtswissenschaften und seiner Referendarzeit arbeitete Wilhelm als freier Journalist unter anderem für Hörfunk- und Fernsehsendungen des Bayerischen Rundfunks.

Während seiner politischen Karriere kam Wilhelm immer wieder mit dem Medienbetrieb in Kontakt. 1999 wurde er Pressesprecher des Ministerpräsidenten und der Bayerischen Staatsregierung. In der Staatskanzlei leitete er in dieser Zeit die Medienabteilung, in der neben den klassischen Referaten Rundfunkrecht und Medienrecht auch die Filmförderung, das Verlagswesen, der Fernsehpreis und der Filmpreis angesiedelt waren. 2004 wurde Wilhelm Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. In dieser Funktion begleitete er auch die Münchner Hochschule für Fernsehen und Film.
Er ist Nachfolger von Prof. Dr. Thomas Gruber, der sein Amt als BR-Intendant vorzeitig zum 31. Januar 2011 niederlegte. Vor dem Rundfunkrat hatte Gruber erklärt: "Eine solche Entscheidung trifft man nicht spontan aus dem Bauch heraus. Eine solche Entscheidung bahnt sich an." Hauptgrund waren offenbar anstehende weitreichende Personalentscheidungen. "Es wäre falsch und es wäre unziemlich, wenn ich meinen Vertrag hier bis zum Ende erfüllen würde", so Gruber.

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