Spiegel ist Social-Media-Reichweiten-König

Für Zeitungen zählt die Auflage, für das Fernsehprogramm die Quoten, für Onlinemedien zählen Visits. Eine Social-Media-Reichweiten-Zählung gab es bisher nicht wirklich. Die Agentur Vierpartner hat die Social-Media-Aktivitäten der wichtigsten deutschen Printmedien auf Facebook, Twitter und Youtube untersucht. Die Daten wurden in der zweiten Januar-Hälfte 2011 erfasst. Das Ergebnis: Trotz guter Plätze für die “üblichen Verdächtigen” schieben sich Überraschungsgäste auf die vorderen Ränge.

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Während der Spiegel mit über 200.000 erreichten Usern Abstand auf Platz 1 liegt, folgt auf dem zweiten Platz nicht die Bild, sondern Chip mit 540.000 erreichten Usern. Ebenso überraschend liegt die Auto Motor Sport auf Platz 5 mit 249.393 Kontakten noch vor dem Stern mit 224.253 erreiechten Usern. Noch vor der Süddeutschen Zeitung kann sich die Bravo mit 136.092 Usern auf Platz 8 behaupten.

Die Wirtschaftsblätter Financial Times Deutschland und das Handelsblatt können Platz 18 und 19 für sich behaupten. Bei den regionalen Tageszeitungen führt die Hamburger Morgenpost mit 15.762 erreichten Usern vor der Leipziger Volkszeitung mit 15.241 Kontakten und der Rhein-Zeitung mit 13.765. Das Hamburger Abendblatt liegt mit 10.487 erreichten Usern auf Platz 32. Zusammengerechnet erreichen die Top-40 der deutschen Printprodukte im Social Web 3.788.532 User.

Bei über einer halbe Milliarde Facebook-Usern weltweit und über 14 Millionen in Deutschland gehört Social Media längst zur Kommunikationsstrategie vieler Unternehmen. Umso wichtiger dürfte eine kosenquente Reichweitenmessung in Zukunft werden. In das aktuelle Ranking ist nicht eingerechnet, wie viele User einem Medium aktiv folgen oder die entsprechenden Feeds und Tweets ungesehen durch ihre Timeline laufen lassen. Wie künftig zwischen einer aktiven Community und “stillen” Lesern unterschieden werden kann, ist noch nicht klar.

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