Yahoo-Chefin Bartz entlässt 140 Mitarbeiter

Eine Branche, zwei Welten: Während Internet-Platzhirsch Google gestern erst ankündigte, 1.000 neue Jobs schaffen zu wollen, geht der Aderlass bei Yahoo weiter – es werden wieder Stellen abgebaut. 140 sollen es sein. Warum das nötig ist, unterstrichen die nach Handelsschluss an der Wall Street veröffentlichten Quartalszahlen, die bestenfalls solide ausfielen. Zwar konnte Yahoo deutlich den Gewinn steigern, büßte aber beim Umsatz ein. Der Ausblick enttäuschte zudem.

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Eine Branche, zwei Welten: Während Internet-Platzhirsch Google gestern erst ankündigte, 1.000 neue Jobs schaffen zu wollen, geht der Aderlass bei Yahoo weiter – es werden wieder Stellen abgebaut. 140 sollen es sein. Warum das nötig ist, unterstrichen die nach Handelsschluss an der Wall Street veröffentlichten Quartalszahlen, die bestenfalls solide ausfielen. Zwar konnte Yahoo deutlich den Gewinn steigern, büßte aber beim Umsatz ein. Der Ausblick enttäuschte zudem. 

Kommt Yahoo noch einmal zurück? Auch zwei Jahre nach Übernahme des Vorstandspostens hat Carol Bartz immer noch nicht den Nachweis erbracht, dass der herbeigesehnte Turnaround gelingen kann.

Immerhin: Die Gewinne im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2010 zogen deutlich an. Von 119 auf 220 Millionen Dollar oder 24 Cent je Aktie. Analysten hatten jedoch mit 239 Millionen Dollar gerechnet. Schmerzlicher als die Konsens-Verfehlung beim Gewinn fiel jedoch die Tatsache ins Gewicht, dass sich der Umsatz rückläufig entwickelte. Nach 1,73 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal erlöste Yahoo nunmehr nur noch 1,53 Milliarden Dollar. Das entsprach einem Umsatzrückgang von 12 Prozent.

Ausblick verfehlt, Aktie verliert

Der Rückgang ist zum Teil der Umsatzteilung beim Suchgeschäft mit Microsoft geschuldet, zum Teil den Verkäufen von HotJobs und Zimbra – zum Teil aber eben auch schlicht der Tatsache, dass sich Yahoo gesundzuschrumpfen versucht. 500 Mitarbeiter hatten im Verlauf des vergangenen Jahres bereits im Zuge der Rosskur von Carol Bartz gehen müssen. Die harte Saniererin wertete das abgelaufene Quartal dennoch als Erfolg. "Unsere Bemühungen, das Steuer herumzureißen, schlagen an", kommentierte die  Firmenchefin zuversichtlich.

In dieses Bild passt jedoch nicht der schwache Ausblick, den Yahoo auf das laufende Quartal gab: Lediglich 1,05 Milliarden Dollar will Yahoo nun zwischen Januar und März umsetzen – Analysten waren noch von 1,12 Milliarden Dollar ausgegangen. Schlimmer noch: Der Nettogewinn soll gar nur bei 145 Millionen statt bei erwarteten 196 Millionen Dollar liegen.

Börsianer hatten für diese erneute Verfehlung kein Verständnis und schickten die Yahoo-Aktie nachbörslich um mehr als drei Dollar auf 15,50 Dollar nach unten. Damit liegt Yahoo seit Jahresbeginn bereits um sechs Prozent hinten.

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