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Ongo: neuer Paid-Content-Aggregator

Einmal zahlen und Zugriff auf 20 verschiedene Zeitungs-Portale bekommen: Ongo startet als Projekt von drei großen US-Zeitungsverlagen, um Nachrichten online zu vermarkten. Das vom Ex-Skype-Manager Alex Kazim gegründete Startup will Paid Content erfolgreich im Internet etablieren. Für sieben Dollar im Monat erhalten User redaktionell zusammengestellte Berichte u.a. aus der Washington Post, der USA Today und der New York Times. Problem: Anderswo sind die Angebote auch kostenlos verfügbar.

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Der Nachrichtenaggregator Ongo will damit punkten, dass die Inhalte auf dem Portal werbefrei und redaktionell zusammengestellt sind. Zudem müssen die Nutzer nicht die verschiedenen Portale ansurfen, sondern bekommen alles zentral gebündelt auf einer Webseite präsentiert. Zum Start bietet der Web-Kiosk alle Inhate aus der Washington Post und der USA Today sowie Teile aus der New York Times, von der Nachrichtenagentur Associated Press und der Financial Times. Zudem beteiligen sich das Medienhaus Gannett, die Washington Post Company und die New York Times Company mit rund zwölf Millionen Dollar an dem Startup.
Die Einnahmen aus den Abonnements teilt sich Ongo mit den Verlagshäusern. Zum Start existiert der Dienst nur als Webseite, eine App für das iPad soll folgen. "Ongo revolutioniert die Lesbarkeit von Online-Nachrichten und vereint die Inhalte von Top-Quellen auf einer Seite", sagt Ongo-Gründer Alex Kazim. "Unsere Programme sorgen dafür, dass Leser alle Nachrichten bekommen, während unsere Redaktion die wichtigsten Meldungen hervorhebt, die man nicht verpassen sollte."
Bei dem Versuch, Paid Content im Internet salonfähig zu machen, wird Ongo aber zwangsläufig auf Probleme stoßen. Nachrichtenseiten wie Newsday, The Times, Sunday Times oder News of the World, die alle hinter einer Paywall versteckt sind, leiden unter massiven Trafficeinbrüchen und erreichen nur wenige Online-Abonnenten. Das Wall Street Journal hingegen, das auf exklusive Wirtschafts- und Börsennachrichten spezialisiert ist, hat rund eine Million zahlender Leser im Internet und verdient damit 65 Million Dollar jährlich.
So ein exklusiver Content fehlt Ongo. Die meisten Texte des Aggregators sind auf den Webseiten der Zeitungen kostenlos abrufbar. Und mit einem RSS-Reader kann jeder seine wichtigsten Quellen selbst zusammenfassen. Deshalb dürfte es schwierig werden, Nutzer davon zu überzeugen, Geld für das Angebot auszugeben.

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