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Facebook will Bilanzen veröffentlichen

Facebook scheint wählerisch mit seinen Investoren zu sein: Statt wie erwartet 1,5 Milliarden Dollar aus einem von der US-Investmentbank Goldman Sachs aufgelegten Fonds anzunehmen, hat sich das Social Network mit einer Milliarde Dollar begnügt. Spätestens zum 30. April 2012 will die Web-Company auch mit der Veröffentlichung von Bilanzen beginnen. Eine Vorsichtsmaßnahme. Denn in den USA müssen auch nicht börsennotierte Unternehmen mit über 500 Anteilseignern ihre Zahlen offenlegen.

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"Mit dieser Finanzspritze haben wir nun mehr Freiheiten, kommende Möglichkeiten zu nutzen", erklärte Facebook-Finanzchef David Ebersmann den Schritt. Das Social Network hat nach eigenen Angaben noch keine konkreten Pläne mit dem Geld. Man wolle in das Wachstum des Unternehmens investieren. "Unser Geschäft gedeiht anhaltend gut", verriet der Finanzchef.
Goldman Sachs hat zusammen mit der russischen Investmentfirma Digital Sky Technologies zusätzlich 500 Millionen Dollar aus der eigenen Tasche in Facebook gesteckt. Facebook beziffert seinen eigenen Wert inzwischen auf 50 Milliarden Dollar. Damit ist die im Jahr 2004 gegründete Internetfirma fast so teuer wie der zweitgrößte Autobauer der Welt, General Motors, und mehr wert als das Interneturgestein Yahoo. Kritiker halten diesen Wert aber für vollkommen überzogen. Der deutsche Investor Thomas Heilmann stieg deswegen aus und verkaufte seine Anteile.

Viel interessanter ist aber das, was Facebook außerdem angekündigt hat: So will der Internetkonzern spätestens am 30. April 2012 mit der Veröffentlichung von Geschäftszahlen beginnen. Als nicht börsennotiertes Unternehmen war Facebook dazu bislang nicht verpflichtet und ließ in der Vergangenheit auch kaum Details zu Umsatz, Gewinn oder einzelnen Geschäftsfeldern verlauten. Allerdings sehen die US-Gesetze vor, dass auch Firmen, deren Anteile nicht an der Börse gehandelt werden, ab einer Zahl von 500 Anteilseignern ihren Umsatz und ihren Gewinn preisgeben müssen. Diese Schwelle würde nach Konzernangaben irgendwann im laufenden Jahr überschritten.

Die Veröffentlichung wichtiger Geschäftszahlen deuten Branchenexperten als nächsten Schritt hin zum Börsengang. Bis dahin gibt man sich gelassen im kalifornischen Palo Alto. Mit der Finanzspritze "haben wir nun mehr Freiheiten, kommende Möglichkeiten zu nutzen", sagte Facebook-Finanzchef David Ebersman. Noch sei das Geld aber nicht verplant. "Unser Geschäft gedeiht anhaltend gut", fügte er hinzu. Dem Konzern wird derzeit ein Wert von etwa 50 Milliarden Dollar zugeschrieben. Facebook verbucht mittlerweile rund 550 Millionen User.

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