Super Bowl: Fox zensiert Fremdgeh-Spot

"Das Leben ist kurz. Gönn' Dir eine Affäre": Auf diesen provokanten Slogan hat Amerikas größtes Seitensprung-Portal extra verzichtet. Wie Standard.at berichtet, will der US-Sender Fox den Spot der Fremdgeh-Seite nicht beim Super Bowl zeigen. Die Ethikkommission des TV-Kanals habe die Werbung nicht akzeptiert.

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Als Grund für die Zensur beim Super Bowl vermutet Ashley-Madison-Günder Noel Biderman, dass die Hauptrolle von der Pornodarstellerin Savanna Samson gespielt wird. "Nachdem so viele Erotikfilm-Stars den Sprung in den Mainstream geschafft haben, ist es enttäuschend, dass FOX und die NFL Menschen wie sie weiterhin diskriminieren", echauffiert sich Biderman.
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Allzu groß dürfte die Aufregung bei AshleyMadison.com in Wahrheit jedoch nicht sein, denn schon häufig konnte das Fremdgeh-Portal mit Werbung auch dann punkten, wenn die sie nicht gezeigt wurde. So lehnte der US-Fernsehsender NBC bereits im Jahr 2009 einen TV-Spot der Website während der Super-Bowl-Übertragung ab – was Biderman wiederum Gelegenheit gab, sich trefflich über die Schein-Moral der US-Medien zu empören.

Ende 2009 wollte das Portal dann Werbung auf Straßenbahnen in Bidermans Heimatstadt Toronto buchen, was ebenfalls abgelehnt wurde. Die Sache hatte sogar politische Folgen, als herauskam, dass Adam Giambrone, der Chef der Verkehrsbehörde von Toronto, der die Werbung als unmoralisch abgelehnt hatte, zugeben musste, selbst seine Lebensgefährtin betrogen zu haben. Ob er dazu die Dienste von AshleyMadison.com nutze, ist nicht bekannt. Giambrone musste daraufhin aber seine Kandidatur als Bürgermeister von Toronto zurückziehen.

Im Februar 2010 bot AshleyMadison.com zehn Millionen Dollar, wenn die finanziell klamme US-Stadt Phoenix ihren Flughafen für fünf Jahre in Ashley Madison International Airport umbenennt. Auch dieser Werbedeal wurde abgelehnt.

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