Wikileaks enthüllt Daten von Steuerbetrügern

Ein Schweizer Ex-Banker will der Enthüllungsplattform Wikileaks die Daten von 2.000 mutmaßlichen Steuersündern zuschicken. Wie Spiegel Online berichtet, sollen darunter auch Namen von prominenten Deutschen, Multimillionären, internationalen Firmen, Hedgefonds, Künstlern und rund 40 Politikern sein.

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Für 12.15 Uhr deutscher Zeit hat der frühere Banker Rudolf Elmer eine Pressekonferenz angesetzt, wo er die Daten im Frontline Club in London an Wikileaks übergeben will, schreibt Spiegel Online. In dem Club hatte Wikieaks-Gründer Julian Assange Unterschlupf gefunden, als Ermittler nach ihm fahndeten.
Die mutmaßlichen Steuerbetrüger hätten ihr Vermögen in Trusts und Fonds vor dem Fiskus versteckt, berichtet die Schweizer Zeitung Der Sonntag. Elmer sagte, dass die CDs nicht nur Kunden seines Ex-Arbeitgebers, der Privatbank Julius Baer, betreffen. Die Daten stammten "von mindestens drei Finanzinstituten" und deckten den Zeitraum zwischen 1990 und 2009 ab. Ein Großteil der Dokumente sei ihm von anderen Whistleblowern zugespielt worden. Elmers Daten werden vorerst nicht im Internet veröffentlicht. "Wikileaks wird die Daten überprüfen, und falls es sich wirklich um Steuerhinterziehung handelt, diese später veröffentlichen", heißt es bei Der Sonntag.
Elmer hatte schon einmal mit Wikileaks zusammengearbeitet. Bei Julius Baer hatte er Kundendaten entwendet und der Whistleblower-Plattform zugespielt, was in mehreren Ländern Strafverfahren gegen Steuerhinterzieher auslöste.

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