Langhans-Langeweiler im Kakerlaken-Sarg

Die zweite Folge der RTL Dschungelshow "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" wurde dominiert von Rainer Langhans. Der ewige Kommunarde musste einen der großen Dschungel-Klassiker über sich ergehen lassen: den Kakerlaken-Sarg. Mit unbewegter Miene ließ sich Langhans in einem Glassarg samt 30.000 Krabbeltieren an einem Kran über einen See hieven. Interessanter als die eigentliche Prüfung waren aber seine durchgedrehten Drogen-Dialoge mit Mathieu Carrière am Lagerfeuer.

Anzeige

"Ihr habt doch sicher alle schon Drogenerfahrungen gemacht", fragt Langhans in einem seiner seltenen wachen Camp-Momente in die Runde. Meistens schläft er nämlich, wird von den übrigen Insassen für "tot" gehalten (Katy "Walter Karrenbauer) oder schlappt mit den Händen in den Hosentaschen durch den Dschungel. Eifriges Nicken am Lagerfeuer auf die Frage von Langhans.

Mathieu Carrière will als selbst ernannter Lebemann natürlich gleich mit eigenen Drogenerfahrungen prahlen und erwähnt vergangene LSD-Trips. Kurz flammte so etwas wie Begeisterung bei Langhans auf. LSD! Großartig! Dagegen könne man das alles hier vergessen. Wegwerfende Handbewegung. Carrière plötzlich politisch korrekt: "Aber wenn du mit LSD in ein Auto steigst, dann kommt die Realität und du fährst über ’ne rote Ampel." Langhans: "Ja, und?" Auf den Sex mit Uschi Obermeier angesprochen wird Langhans kurz grundsätzlich. Man habe ganz ohne Drogen und Sex in den Anfangstagen der Kommune eine Art Erleuchtung erfahren: "Wir waren Gott." Als dieses Gefühl vorbei ging, habe man dann auf die "traditionellen Methoden" zurückgegriffen: "Sex, Drogen, das ganze Tralala…" Von solchen Wortwechseln bitte mehr" So langsam robbt man sich ans unübertroffene Niveau von Ingrid van Bergens Campfire-Geständnis heran.

Die eigentliche Dschungelprüfung von Langhans, von Zuschauern, Medien und dem Moderatorenduo Bach/Zietlow sicher sehnsüchtig erwartet, gerät dann zu einer Enttäuschung. Erst eine ellenlange Diskussion von Langhans, ob den armen Kakerlaken nun auch wirklich kein Fühler gekrümmt würde, dann lässt er sich vom charmanten Dr. Bob doch breitschlagen in den Sarg zu klettern. Da liegt er und verzieht keine Miene. Kein Kreischen, kein Um-Sich-Schlagen, keine Schnappatmung. Der Langhans liegt einfach nur da. Auf die Fragen der Moderatoren, wie er sich denn fühle, ob die Aussicht nicht großartig sei usw. kommt nur ein gelangweiltes "Geht so."

Danach schlappt er halt wieder ins Camp, hat noch die eine oder andere Kakerlake in der Hose und lässt sich für sein konsequentes Nichtstun feiern. Sonja Zietlow sagt dem TV-Volk in die Kamera: "Das nächste Mal wählen Sie besser jemand anderen!" So ganz ohne Gekreische fehlt halt was. Noch ist nicht ganz klar, wie sich Langhans im Camp entwickelt. Alle anderen haben ihre Rollen schnell gefunden. Sarah Knappik geriert sich als Superzicke und wurde folgerichtig für die nächste Prüfung ausgewählt. Indira ist das naive Busenwunder. Eva Jacob ist die durchgeknallte alte Schachtel, die im rosa Nachthemd durchs Hotel tanzt oder Indira ihr Palmwedeldach klaut und als "Bettvorleger" nutzt. Mathieu Carrière gibt den alten, irren Zausel, was ihm nicht schwer zu fallen scheint. Peer Kusmagk, der Schwimmer (der als persönlichen Artikel ins Camp feuchtes Klopapier mitgenommen hat!), das Playmate Gitta Sack, Pardon, Saxx, und dieser junge Mann mit der dicken Lippe sind offensichtlich Füllmaterial, das bei erstbester Gelegenheit rausgewählt wird. Und Froooooooonck, der Wedding-Planer ist die lustige Tunte vom Dienst, wie weiland Daniel Küblböck und Lorielle London.

Neben Langhans gibt auch Knastlesbe "Walter" Karrenbauer noch Rätsel auf. Sie dreht sich Zöpfchen, macht sich Palmwedel ins Haar, raucht wie ein Schlot und hat eine unheimliche Handpuppe dabei, die aus einem roten Strumpf gefertigt ist und die sie "ihren Psychologen Dr. Heiner Molch" nennt. Vermutlich wird sie den Rat von Dr. Molch noch brauchen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige