Assange-Anwalt: Vorwürfe gegen schwedische Justiz

Der britische Anwalt des Wikileaks-Gründers Julian Assange geht davon aus, dass die schwedische Justiz mit der amerikanischen kooperiert, um den Australier an die USA auszuliefern. Das sagte er der Hamburger Wochenzeitung Die Zeit.

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"Wir hören, dass die Schweden darauf vorbereitet sind, die Vergewaltigungs-ermittlungen gegen Julian einzustellen, sobald die Amerikaner seine Auslieferung verlangen", sagte Mark Stephens. Der 48-Jährige beruft sich dabei auf Quellen in Washington und Stockholm.
Stephens nennt die Vorwürfe in Schweden einen "holding case", ein Verfahren, das angestrengt werde, um Zeit zu gewinnen. Er glaube nicht an ein gerechtes Verfahren. Aus diesem Grund sei Julian Assange nicht bereit, nach Stockholm zu reisen. Stephens sagt, dass die "Endstation" einer Auslieferung nach Schweden "ein Hochsicherheitsgefängnis in den USA" wäre.
Gegen den Australier Assange wird in Schweden wegen Verdachts der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung ermittelt. Er hält sich derzeit in Großbritannien auf, die schwedische Staatswaltschaft drängt per europäischem Haftbefehl auf seine Auslieferung. Die nächste Anhörung zu seiner Auslieferung findet am 6. und 7. Februar in London statt.

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