Bild.de steigerte Visits 2010 um 44 Prozent

Bild.de zieht eine eindrucksvolle Jahresbilanz: "2010 war ein absolutes Erfolgsjahr, wir haben uns an die Spitze der Nachrichtenportale gesetzt und unseren Vorsprung kontinuierlich ausgebaut", sagt Chefredakteur Manfred Hart. Die Berliner steigerten in zwölf Monaten die Visits um 44 Prozent. Besonders interessant: Mit der Berichterstattung über den Unfall bei "Wetten dass..?!" erreichte das Portal mehrmals über 6,8 Mio. Besuche pro Tag. Zum Vergleich: DerWesten.de erreicht 6,9 Mio. Visits – pro Monat.

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Insgesamt erreichte Bild.de im Dezember über 140 Mio. redaktionelle Visits. Das bedeutet im Vergleich zum November eine Steigerung um 4,1 Prozent. Bei den Marktanteilen, die exklusiv von MEEDIA errechnet werden, kommt das Boulevard-Portal mittlerweile auf 25,56 Prozent (ein Plus von 0,52 Prozent). 
Als Grund für den Erfolg nennt der Chefredakteur "in erster Linie die Leistung eines hochprofessionellen Teams". Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Wie die Auswertung der besten Einzeltage zeigt, war das Boulevard-Portal vor allem immer dann stark, wenn sie auf ein Mega-Thema setzten. Zum ersten Mal verraten die Berliner, wann die besten Tage des Jahres waren. Nach eigenen Angaben wurden die Höchstwerte mit der Berichterstattung über Lena Meyer-Landrut, die Bundespräsidentenwahl, die Fußball-WM oder dem Gruben-Unglück in Chile erreicht.
Im Fall von solchen Mega-News baut die Redaktion mittlerweile regelmäßig ihre gesamte Seite um, um dem beherrschenden Thema mehr Platz einzuräumen. Nach der Loveparade-Katastrophe beispielsweise gab es auf dem gesamten ersten Bildschirmausschnitt nur noch Infos zu dem Techno-Drama. Alle anderen Nachrichten fanden sich erst später auf der Seite.
Diese Flexibilität, bei besonderen Ereignissen auch mal die gesamte Homepage umzubauen, geht der Konkurrenz völlig ab. Ob Spiegel Online und Sueddeutsche.de – die News-Portale halten stur an ihrem hergebrachen Seiten-Layout fest. Ein Beispiel hierfür: Nach dem Sieg der Fußball-Nationalmannschaft im WM-Spiel gegen Argentinien spielte das Hart-Team bei jedem Besuch von Bild.de den Soundfile "Don’t cry for me Argentina". Ein kleiner, lustiger Gimmik. Es spricht jedoch nicht gerade für die Konkurrenz, wenn der Marktführer den spielerischsten Umgang mit dem Medium pflegt.
Nicht nur im stationären Web boomt der rote Nachrichtenriese. "Wir haben im letzten Jahr neben Bild.de auch die digitale Verbreitung von Bild insgesamt deutlich vorangetrieben", kommentiert Digital-Geschäftsführerin Donata Hopfen. "Kein anderes Nachrichtenportal ist auf so vielen Kanälen verfügbar. Mit unserer Multi-Channel-Strategie erreichen wir eine sehr hohe digitale Durchdringung und tragen damit zu einer überdurchschnittlich hohen Gesamtreichweite bei."
Nach Verlagsangaben kam das Mobilportal im Dezember auf mehr als 20,7 Mio. Visits und über 131,4 Mio. Page Impressions (interne Messung nach Webtrekk). Damit steigerte Bildmobil die Zugriffe um 189 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 15 Prozent gegenüber dem Vormonat. Alleine mit den mobilen Visits wäre Bild.de in der Besucher-Statistik der größten deutschen Nachrichten-Seiten auf Position sechs. Vor n-tv.de und hinter Focus Online. 

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