KiKa und das tierisch-peinliche Video

Zugegeben: Das folgende Video schlägt ordentlich in die postpubertäre Humorkerbe. Doch was sich der Kindersender Kika da im laufenden Programm geleistet hat, ist im wahrsten Sinne des Wortes "tierisch" peinlich. Denn bei Sätzen wie "Mein Schwanz kann sogar Versteck spielen" oder "Jeder Schwanz hat etwas Hervorragendes" denken viele wohl eher an einen Porno. Und nicht an eine Tierdoku namens "Mama Mirabelles Tierkino". Schuld sind nicht die US-Macher; es liegt vielmehr an der Synchronisierung.

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Das Konzept von "Mama Mirabelles Tierkino" ist einfach. In jeder Episode versammeln sich wissbegierige Tierkinder um Mama Mirabelle. Die Elefantendame hat schon allerlei erlebt, die Welt bereist und findet in ihrer tierischen Videothek immer das passende Erklärstück. Eigentlich eine US-Produktion, fällt diese Episode gnadenlos der deutschen Synchronisation zum Opfer. Eigentlich sollte es in dieser Folge um Schwänze, genauer Tierschwänze oder auch Schweife, gehen.

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Doch im Laufe der zehn Minuten (den Vorspann können Sie getrost überspulen) werden die Dialoge dafür umso ausschweifender. Ganze 51 Mal fällt das S-Wort in zehn Minuten. Die Synchronsprecher dürften bei der Produktion alle Mühe gehabt haben, bei Dialogen wie
"Max, was tust du denn hier?"

"Ich verstecke mich, damit niemand meinen Schwanz sieht."

"Stimmt was nicht mit deinem Schwanz?"

 "Nein, aber es gibt auch nichts was er wirklich gut kann, während die anderen mit ihren langen Schwänzen im Zirkus auftreten könnten."

nicht lauthals loszulachen. Mindestens genauso peinlich: Im englischen Original heißt die Sendung "Mama Mirabelles Home Movies", zu deutsch "Mama Mirabelles Amateurfilmchen". Immerhin diese Schlüpfrigkeit haben die deutschen Übersetzer uns erspart…

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