Hersteller von 3D-Verkäufen enttäuscht

Da half auch das Weihnachtsgeschäft nicht: Der Absatz von Fernsehgeräten, die 3D darstellen können, läuft mehr schlecht als recht. Die große amerikanische Einzelhandelskette 'Best Buy' macht die 3D-Flaute sogar für das schlechte Quartalsergebnis verantwortlich. Weltweit liegen die Verkaufszahlen von 3D-kompatiblen TV-Geräten hinter den Erwartungen. Gleichzeitig lassen die Sender noch passende Inhalte missen, während die benötigten Brillen mehr Kopfschmerzen als Freude verursachen.

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3D will einfach nicht in Schwung kommen. Seit Jahren nutzen Hersteller wie Sony und Panasonic Messen wie die bevorstehende CES, um die Werbetrommel für ihre flachen Alleskönner zu rühren. Bisher ohne Erfolg. Amerikas größte Händler für Elektronik Best Buy machten Ende 2010 sogar die 3D-Flaute für das schlechte Quartalsergebnis verantwortlich. Und das, obwohl 3D in Kinos mittlerweile zum Standard gehört.

Smart-TVs überholen 3D-Fernseher
Auch im vergangenen Jahr blieb der Absatz mit rund vier Millionen Stück hinter den Erwartungen. In Deutschland waren etwa ein Achtel der im Rahmen des Weihnachtsgeschäftes verkauften Geräte in der Lage, 3D-Inhalte wiederzugeben. Weltweit gingen 2010 rund vier Millionen 3D-TVs über die Ladentische, was rund drei Prozent des weltweiten Absatzes an HDTV-Geräten ausmacht.

Wesentlich besser verkauft sich eine andere Geräte-Gattung: Fernseher mit Internetanschluss. 2010 wurden mehr als 40 Millionen solcher Geräte verkauft. Damit konnte weltweit jeder fünfte im letzten Jahr verkaufte Fernseher eine Verbindung zum Internet herstellen.

Nur wenig Inhalte
Woran scheitert die 3D-Revolution? Zwei Gründe dürfte der Fehlstart haben: Wer dreidimensional fernsehen will, braucht derzeit noch eine Brille. Das dürfte auf potenzielle Käufer eher abschreckend wirken. Diese Brillen sind nicht nur teuer, sondern sorgen immer noch für Kopfschmerzen. Außerdem sind sie nicht untereinander kompatibel. Eine Brille für ein Sony-TV funktioniert nicht mit einem Samsung-Gerät.

Zudem fehlt es noch an Inhalten. In Deutschland strahlt nur‘>. Und Panasonic vertreibt exklusiv mit seinen 3D-TVs die 3D-Version von “Avatar”.  

Hersteller wollen deswegen auf der diesjährigen wichtigsten Elektronikmesse, der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, verstärkt auf das Internet-TV setzen. Auch diese Technik ist keineswegs neu. Aber Apples Neuauflage von Apple TV und der US-Start von Google-TV haben diese Sparte mit der nötigen Frischluft versorgt. Und vor allem Software-Anbieter könnten hier neben dem hartumkämpften Smartphone-Markt mit neuen App-Ideen trumpfen. Prognosen‘>, dass bis 2014 bereits 50 Prozent aller verkauften Fernseher solche "Smart TVs" sein könnnten.

Brillenlose 3D-TVs sollen erst in fünf bis zehn Jahren massentauglich sein, heißt es weiter. So genannte autostereoskopische 3D-Displays gibt es zwar schon lange. Doch bis zur Massentauglichkeit dürften noch etwas Zeit vergehen. Dank Eye Tracking sollen Brillen dann überflüssig werden. Nintendo bringt noch in diesem Jahr die Technik im Kleinformat zum Einsatz. Ende März 2011 soll der neue Nintendo 3DS erscheinen. Der Clou: Durch ein Bildraster wird jedem Auge ein anderes Bild präsentiert. Dadurch entsteht beim Betrachter eine Tiefenwirkung.

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