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Goldman-Kunden müssen schnell sein

Die traditionsreiche US-Investmentbank hat ihren gut betuchten Kunden inzwischen die Kauf-Konditionen der Facebook-Aktien zugeschickt. Das berichtet Reuters. Trotz der notorischen Verschwiegenheit bei Goldman Sachs sind Details zum Angebot offenbar durchgesickert. Am bemerkenswertesten: Der Mindesteinsatz liegt demnach bei 2 Millionen Dollar, die Angebotsfrist läuft indes wohl schon Ende der Woche ab. Finanzielle Details zu Facebooks Geschäftsentwicklung bleibt Goldman indes offenkundig schuldig.

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Neue Details im Facebook-Deal mit Goldman Sachs. Die traditionsreiche US-Investmentbank hat ihren gut betuchten Kunden inzwischen die Kauf-Konditionen der Facebook-Aktien zugeschickt. Das berichtet Reuters. Trotz der notorischen Verschwiegenheit bei Goldman Sachs sind Details zum Angebot offenbar durchgesickert. Am bemerkenswertesten: Der Mindesteinsatz liegt demnach bei 2 Millionen Dollar, die Angebotsfrist läuft indes wohl schon Ende der Woche ab. Finanzielle Details zu Facebooks Geschäftsentwicklung bleibt Goldman indes offenkundig schuldig.  

Kein Tag ohne Neuigkeit über den größten Pre-IPO-Deal der Internet-Geschichte: 48 Stunden nachdem bekannt wurde, dass Goldman Sachs 450 Millionen Dollar in Facebook investiert und seinen wohlhabenden Kunden selbst noch einmal Facebook-Anteile in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar anbietet, sind nun offenbar einige Konditionen der Offerte bekannt geworden.

Das hätte die notorisch verschwiegene Wall Street-Ikone sicher gerne vermieden. Interessierte Kunden hatten zuvor eine Geheimerhaltungserklärung unterschreiben müssen, doch irgendwer muss der Nachrichtenagentur Reuters dann doch die Informationen zugespielt haben. Wie Reuters kurz vor Mitternacht deutscher Zeit vermeldete, hätten Goldman-Kunden demnach nur bis Ende der Woche Zeit, um die Offerte anzunehmen.

Facebook-Aktien für Goldman-Kunden: Handeln bis Ende der Woche
Das ist selbst für die schnelllebige Finanzbranche wenig. Normalerweise haben Kunden, die ein Zeichnungsangebot im Rahmen eines Börsengangs oder einer anderen Emission erhalten, zumindest eine Woche – eher mehr – Bedenkzeit, um ihre Kauf-Order zu tätigen. "Goldman gib seinen sehr wohlhabenden Kunden ziemlich wenig Zeit", findet Reuters dann auch.

Und nicht nur das: Auch die versendeten Kennzahlen zum Investment sind offenbar alles andere als so stichhaltig, wie man es etwa vor Börsengängen gewohnt ist. "Kunden haben lediglich User-Daten erhalten, die Facebook im Vergleich zu Google gut aussehen lassen", schreibt der "Alley Insider".

"Blindes Vertrauen" in Facebook-Investment?
Das finale Private Placement Memorandum mit mehr Einzelheiten soll bis Mittwoch folgen. Ein Goldman-Kunde äußerte sich gegenüber Reuters verwundert: Es scheine, als setze die Wall Street-Ikone bei seinen Kunden für das Facebook-Investment "blindes Vertrauen" voraus. Immerhin werden Facebook-Anteile auf Basis einer Bewertung von 50 Milliarden Dollar angeboten.

Daran verdient Goldman dann auch erwartungsgemäß nicht schlecht. 4,5 Prozent beträgt nach Reuters-Angaben die Management-Gebühr des Facebook-Fonds. Um zu diesem elitären Investmentvehikel dazuzugehören, muss man dann auch schon ein ziemlich wohlhabender Kunde sein: Der Mindesteinsatz liegt nach Reuters-Angaben bei 2 Millionen Dollar. Nicht wenig Geld für eine schnelle Entscheidung.

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