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10 Profi-Recherchetools für Medienmacher

Im Internet wimmelt es nur so von Datenbanken und Spezial-Angeboten, die sich als wahre Informations-Goldgruben erweisen können. Das Problem: Sie sind schwer zu finden. MEEDIA stellt deshalb Recherche-Tools vor, die Journalisten und Medienmacher die Arbeit erleichtern, wie Spezial-Datenbanken zu Flugzeugabstürzen oder Falschmeldungen. Die Liste umfasst zudem auch nützliche Recherche-Tools, mit denen sich Webseitenbetreiber identifizieren oder IP-Adressen lokalisieren lassen.

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Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre (JACDEC)
Das Unfalluntersuchungsbüro JACDEC bietet Flugsicherheitsinformationen für Passagiere, Journalisten und die Flugindustrie. Gesammelt werden sämtliche Daten über Flugunfälle und andere sicherheitsrelevante Fakten. In der seit 1991 aufgebauten Datenbank, die zwei Deutsche betreiben, finden sich Unfallstatistiken zu Fluggesellschaften, Ländern und Flugzeugtypen. Jedes Jahr erstellt das JACDEC eine Statistik zur Sicherheit im weltweiten Flugverkehr. Der Index setzt Todesfälle mit geflogenen Kilometern ins Verhältnis.

Vesseltracker
Der Vesseltracker ist ein Schiffsortungs- und Schiffsinformationssystem im Internet. Mit ihm lassen sich die Positionen von über 45.000 Seeschiffen auf den Weltmeeren nachverfolgen. Die Datenbank bietet neben Fotos der Schiffe auch Informationen über deren Namen, aktuelle Position, nächstes Ziel und darüber, unter welcher Flagge ein Schiff fährt. Außerdem lassen sich Registriernummern, Daten wie Größe und Länge und das Rufzeichen abrufen. Die Seite bietet auch Verzeichnisse für bestimmte Kategorien wie Passagierschiffe, Tanker oder Sportboote.

Promisichtung
Bei Promisichtung kann man sehen, welcher Prominente wann wo angetroffen wurde – ein interessantes Tool für jeden Boulevardreporter. Die einzelnen Einträge bei Promisichtung beschrieben genau den Vorfall des Zusammentreffens. Zum Teil sind auch Beweisfotos verfügbar auf denen man zum Beispiel Boris Becker und Sarah Wiener bei einem Fernsehdreh oder den Jazz-Musiker Branford Marsalis bei einem Fototermin für das Lufthansa Magazin sehen kann.

Onsamehost.com
Diese Seite findet alle Internetseiten, die sich auf der selben IP-Adresse wie eine bestimmte, eingegebene Seite befinden. Gibt man beispielsweise deutschepost.de ein, sieht man, dass die Deutsche Post AG auch die Seiten ihr-postbote.de und postleitzahl.de registriert hat. Onsamehost zeigt auch an, welche Seiten sich auf IP-Adressen in der Nähe befinden. Das Tool ist insbesondere für investigative Recherchen geeignet, wenn man herausbekommen möchte, wo sich eine Organisation oder ein Unternehmen im Internet noch betätigt.

IP-adress.com
Mit Hilfe dieses Tools lassen sich IP-Adressen lokalisieren. IP-Adressen werden immer dann preisgegeben, wenn jemand eine E-Mail verschickt oder beispielsweise einen Blogeintrag tätigt. Mit dem Tool lässt sich sowohl die eigene IP-Adresse ermitteln, als auch nach dem Standort eines bestimmten Internetnutzers suchen. Die Treffer informieren über das Land und Bundesland, in dem sich der jeweilige Nutzer befindet, die Stadt, Längen- und Breitengrade, den Provider des Nutzers und gegebenenfalls die Institution, zu der der verwendete Computer gehört.

Hoax-Info Service
Wer kennt das nicht: Eine unbekannte Person sucht per E-Mail nach einem Knochenmarkspender für eine todkrankes Kind. Ob es sich hierbei um einen Fake oder um ein ernsthaftes Anliegen handelt, lässt sich mit dem Hoax-Info (engl. Hoax = Falschmeldung) Service ermitteln. Die Seite, die von der Technischen Universität Berlin betrieben wird, hält Informationen über Hoaxes, Kettenbriefe und Mail-Betrug parat.

Wikiscanner
Mit dem Wikiscanner des US-Amerikaners Virgil Griffith lässt sich sehen, wer wann Änderungen an einem bestimmten Wikipedia-Eintrag vorgenommen hat. Dabei lässt sich über den Namen einer Institution suchen oder über einen bestimmten Domainnamen. Erhält man einen Treffer, sieht man, wer von wo aus wieviele Änderungen an einer bestimmten Wikipedia-Seite vorgenommen hat. Der Wikiscanner enthüllte, dass unter anderem Scientology und DaimlerChrysler offenbar an ihren Wikipedia-Einträgen herumschrieben.

Wer liefert was?
Die Lieferantensuchmaschine „Wer liefert was?“, die vor allem für Einkaufsentscheider gedacht ist, beinhaltet Einträge zu einer Vielzahl von Produkten und Branchen. Auf der Seite, hinter der ganze 250 Mitarbeiter stehen, kann nach Produkten oder Dienstleistungen oder nach einem Firmennamen gesucht werden. Es existiert auch eine erweiterte Suche, die von den Funktionen her der erweiterten Suche von Google ähnelt.

EMF-Datenbank
In der EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen sind sämtliche Handymasten in Deutschland verzeichnet. Die Datenbank enthält daneben Angaben zu sonstigen standortbescheinigungspflichtigen Funkanlagen. Darunter fallen Sendeantennen, die eine äquivalente isotrope Strahlungsleistung von zehn Watt und mehr abstrahlen. Durch die Eingabe einer Postleitzahl oder eines Ortes kann ein entsprechender Kartenausschnitt aufgerufen werden.

OANDA
Mit diesem Recherchetool lassen sich 164 verschiedene Währungen und drei verschiedene Metalle mit aktuellen Kursen umrechnen. Eine Besonderheit ist, dass der Zeitpunkt, auf den sich die Umrechnung bezieht, beliebig gewählt werden kann. Die meisten Währungsumrechner bieten diese Möglichkeit nicht. So lässt sich beispielsweise errechnen, wieviel Türkische Lira einem Schweizer Franken am 26. Juli 2004 entsprachen.

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