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Neon-Chef Klotzek verlässt Gruner + Jahr

Gruner + Jahr und die Süddeutsche Zeitung wechseln das Personal: Bislang war bekannt, dass Dominik Wichmann vom SZ-Magazin zum Stern wechselt. Jetzt ist klar: Seinen Job übernimmt der Neon- und Nido-Chef Timm Klotzek. Sein Co-Chefredakteur Michael Ebert übernimmt ab Juli 2011 dann die alleinige Führung der beiden Magazine. Klotzek und Ebert entwickelten gemeinsam Neon und gelten seitdem als die Erfinder des "Lebensgefühl-Journalismus".

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"Timm Klotzek gehört zu den herausragenden kreativen Magazinjournalisten in
Deutschland", kommentiert NEON-Herausgeber und Stern-Chefredakteur Andreas Petzold. "Mit Neon haben er und Michael Ebert eine Medienmarke für eine ganze Generation geschaffen. Ich danke Timm Klotzek vor allem für viele Jahre großartiger Teamarbeit und wünsche ihm viel Glück in seinem neuen Job. Gleichzeitig freue ich mich, dass Michael Ebert die Arbeit weiter führt und eigene Akzente setzen wird."

Das 2003 platzierte Heft Neon entwickelte sich für Gruner + Jahr zu einer echten Erfolgsgeschichte. Im dritten Quartal 2010 kam das Blatt auf einen Gesamtverkauf von 239.023 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von drei Prozent. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre, konnte der Titel seine Auflage allerdings um 47 Prozent steigern. 

Bei all den guten Wünschen, die Herausgeber Petzold und auch Stern-Verlagsgeschäftsführer Thomas Lindner ("Timm Klotzek hat zusammen mit Michael Ebert zwei einzigartige Magazine entwickelt") dem scheidenden Neon-Chefredakteur mit auf den Weg geben, muss auch betrachtet werden, dass der Weggang von Klotzek durchaus auch als Niederlage für das Verlagshaus Gruner + Jahr gewertet werden kann. Klotzek war in den vergangenen Jahren zumindest hinter vorgehaltener Hand von vielen einflussreichen Führungskräften immer wieder auch als ein Kandidat für die Stern-Chefredaktion gehandelt worden. Dort wird Mitte des Jahres allerdings Dominik Wichmann einziehen – der bisherige Chef des SZ-Magazins. Natürlich ist die Verpflichtung von Wichmann für den Stern und G+J insgesamt ein Gewinn, der wie sich jetzt herausstellt aber mit dem Abgang eines journalistischen Hoffnungsträgers ersten Ranges "erkauft" wird. 

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