Anzeige

Einfach toll: die Audio-Edition des Economist

Der britische The Economist ist für mich die beste Zeitschrift der Welt. Intelligent, frech, international. Viel besser als die US-Magazine Time oder Newsweek, die in Zeiten des Internets so dünn geworden sind, dass man das Gefühl hat, sie gehen morgen pleite. Auch im Vergleich zu deutschen Magazinen, denen bei aller handwerklicher Perfektion ein Schuss Genialität fehlt, ist sie spannender. Jetzt sind die Engländer noch ein Stück besser geworden. Seit kurzem gibt es eine Audio-Edition für iPad und iPhone.

Anzeige

Der britische The Economist ist für mich die beste Zeitschrift der Welt. Intelligent, frech, international. Viel besser als die US-Magazine Time oder Newsweek, die in Zeiten des Internets so dünn geworden sind, dass man das Gefühl hat, sie gehen morgen pleite. Auch im Vergleich zu deutschen Magazinen, denen bei aller handwerklicher Perfektion ein Schuss Genialität fehlt, ist sie spannender. Jetzt sind die Engländer noch ein Stück besser geworden. Seit kurzem gibt es eine Audio-Edition für iPad und iPhone.
Das neue Angebot liest die gesamte Ausgabe vor. Das ist natürlich ein idealer Service für alle, die viel unterwegs sind. Man lädt sich den Content auf sein Handy und hört sich die Zeitschrift im Auto an. What a treat!  
Abonnenten der Print-Ausgabe erhalten den iPad/iPhone/Audio-Download kostenlos angeboten. Einen solchen Service hätte ich auch gerne von Spiegel oder Zeit. Letztere bietet zwar jede Woche "bis zu 16 vertonte Artikel" der Wocheneitung an, dies ist aber nicht Bestandteil des normalen Abos. Und warum nur 16 Artikel? (Ohnehin muss ich sagen, dass ich mit der iPad-App der Zeit so meine Probleme habe. So vorbildlich Zeit Online auf dem iPad funktioniert, die Tablet-Version der Zeitung selbst steckt noch voller Probleme. Schade.) 
The Economist ist in vieler Hinsicht einzigartig. Das 166 Jahre alte Nachrichten-Magazin, das sich selbst Zeitung nennt,  kommt zwar aus England, verkauft aber 80% seiner Auflage von knapp 1,5 Mio. Exemplaren weltweit. Hauptmarkt mit 800.000 Verkäufen ist die USA – was aber auch daran liegt, dass Time und Newsweek keine Antwort aufs Internet gefunden haben…

Was einem auffällt: Wenn man eine Zeitschrift wie The Economist auf dem iPad oder auch per Audio nutzt, dann bleibt die Printausgabe liegen. Die jüngste Studie vom renommierten Reynolds Institute "iPad App kannibalisiert Print" trifft den Punkt. Das ist wohl der Grund, warum man die iPad-Ausgabe vom The Economist nur im Paket samt gedrucktem Heft bekommt.  
So faszinierend ein Audio-Angebot für die Leser auch ist, für den Verlag wirft es mittelfristig ein Problem auf: Die Anzeigen im Printprodukt werden immer weniger beachtet. Hoffentlich kommt niemand so bald auf die Idee, man könne sie ja auch vorlesen….

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige