Geschasster DuMont kritisiert Aufsichtsrat

Nur wenige Stunden, nachdem sein wohl endgültiger Rauswurf bei M. Dumont Schauberg bekannt wurde, übt Konstantin Neven DuMont scharfe Kritik am Konzern. Über den Beschluss des Aufsichtsrats, ihn wegen geschäftsschädigenden Verhaltens von allen Herausgeber-Ämtern zu entbinden, sagt er im Interview mit W&V: "Ich halte die Entscheidung für unverantwortlich." Gleichzeitig fällt der 41-Jährige ein vernichtendes Urteil über die Krisen-PR des Unternehmens: "Eine Kommunikations-Katastrophe."

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Dies gelte, so Neven DuMont gegenüber dem Branchendienst, "seit ich da beurlaubt wurde." Auf die Frage, warum er ausgerechnet dem Kölner Wettbewerber DuMonts, Springers Bild-Regionalausgabe, wiederholt Interviews gegeben habe, sagt er: "Wo, außer in der Bild-Zeitung hätte ich mich denn äußern sollen, es gibt in Köln neben unserem Verlag ja keine anderen unabhängigen Tageszeitungen." Er habe noch immer keine Begründung für seine Suspendierung erhalten.
DuMont erklärte ferner erneut, er wolle seine Unternehmensanteile nun "so schnell wie möglich verkaufen". Die Vermögen des Erben wird von Experten auf 15 bis 20 Millionen Euro geschätzt.

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