So wird das iPhone zur Spaß-Kamera

Die Kamera von Apples iPhone genoss noch nie einen besonders guten Ruf. Zu wenige Megapixel, lange Zeit kein Blitz (wurde mit dem iPhone 4 behoben), schlechte Foto-Qualität. Nun gibt es aber eine Reihe von Apps, die sogar die ersten iPhone-Kameras zu neuem Leben erwecken. Apps wie Hipstamatic oder Instagram machen aus dem iPhone eine echte Spaß-Kamera für unterwegs. MEEDIA stellt die empfehlenswerten neuen Foto-Apps vor und beschreibt die Vor- und Nachteile.

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Die derzeit wohl beliebteste Foto-App fürs iPhone heißt Hipstamatic und wurde jüngst sogar von der New York Times in eine Liste der der “Top 10 Must-have-Apps” fürs iPhone aufgenommen. Die App simuliert alte Retro-Kameras auf dem High-Tech-Smartphone, inklusive virtuellem Blitz und Sucher. Dabei werden die Bilder konsequent über- oder unterbelichtet und erhalten einen schwer zu beschreibenden und unverschämt charmanten Retro-Look samt Farbstich und Rahmen. Nutzer können mit verschiedenen Linsen, Film-Sorten und Blitzen experimentieren. Wer es einmal ausprobiert hat, verfällt sofort dem Charme von Hipstamatic. Selbst banalste Schnappschüsse sehen aus wie große Foto-Kunst und lassen sich auf den Hipstamatic-Seiten von Facebook und Flickr anschauen und bewundern.
Die App macht aus der Not eine Tugend und ergänzt die suboptimale Foto-Technik im iPhone mit einer cleveren Kreativ-Software. Die App hat sogar ein Geschäftsmodell. Zunächst einmal muss sie mit 1,59 Euro bezahlt werden (lohnt sich!). Danach kann man innerhalb der App Linsen- und Kamera-Pakete für je 79 Cent nachkaufen.
Einen ähnlichen doch anderen Weg geht Instagram. Diese Foto-App ist in erster Linie eine Social-Media-Anwendung mit Foto-Funktion. Instagram ist dazu gedacht, unterwegs Schnappschüsse zu machen und sie mit Freunden zu teilen. Man kann die App am besten als eine Art Foto-Twitter umschreiben. Dazu bietet Instagram aber auch eine ganze Reihe von Filter-Funktionen, die den Fotos einen eigentümlichen Look verpassen. Der Unterschied zu Hipstamatic: Bei Instagram kann man verschiedene Filter über ein Foto legen und sieht sofort den Effekt. Bei Hipstamatic liegt der Reiz im Austesten der verschiedenen Kamera-Kombis und man lässt sich von den Ergebnissen überraschen.
Instagram ist gratis im App-Store zu haben und wurde von dem früheren Google-Mitarbeiter Kevy Systrom mitfinanziert. Der hat gegenüber der New York Times gesagt, bei der App gehe es darum, den Nutzern eine kleine Beschäftigung an die Hand zu geben, während sie irgendwo ein paar Minuten auf etwas warten – eine kleiner Zeitvertreib für Zwischendurch.
Nach dem gleichen Prinzip wie Instagram arbeitet picplz. Die ebenfalls kostenlose picplz-App, die auch im Android-Market erhältlich ist, hat aber keine so elegante Nutzerführung wie Instagram und es fehlt der Retro-Zauber von Hipstamatic. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch das kürzlich in den USA neu vorgestellte Social Network Path, das ebenfalls als reine iPhone-App gestartet ist und zunächst als Social-Media-Foto-Community funktioniert. Path ist allerdings bisher nur im iTunes-Store der USA erhältlich.

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