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„Mein Vater ist wohl ziemlich sauer“

Die „Posse“ (FAZ) zwischen Alfred Neven DuMont und seinem Sohn Konstantin geht in die nächste Runde: Wenige Stunden nachdem der Altverleger seinen Sprössling via Mitarbeiter-„Depesche“ kräftig abgewatscht hatte, meldet sich nun der Junior bei Spiegel Online zu Wort. Der 41-Jährige sieht den Brief seines Vaters als "Retourkutsche". Aber das sei "schon okay". Der 83-Jährige hatte Konstantin zuvor vorgeworfen das gesamte Verlagshaus in eine "misshellige Situation" gebracht zu haben.

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Wochenlang hatte er zum Wirbel um seinen Sohn und designierten Nachfolger geschwiegen: Am Dienstagnachmittag äußerte sich Alfred Neven DuMont erstmals zu den Vorgängen rund um "Konstantingate". Er reagierte damit vor allem auf zwei Interviews im Focus und in der Bild Köln, in denen Konstantin seinen Vater vorgeworfen hatte, dass es im Familienbetrieb drunter und drüber gehen würde. Zudem forderte er den Altverleger zum Rücktritt auf. Zuvor hatte der Verlag den 41-jährigen Vorstand und Herausgeber der Frankfurter Rundschau beurlaubt.
Der Brief, den der Senior nun an die Mitarbeiter schrieb, scheint Konstantin ratlos zurück gelassen zu haben. "Meine Fragen hat er in dem Brief nicht beantwortet. Will er mich auszahlen oder wie sonst stellt er sich das vor?", sagte der 41-Jährige gegenüber Spiegel Online. Weiter heißt es, dass die Beurlaubung vom Vorstandsposten "praktisch ein Berufsverbot" bedeute. „Das ist ein Zustand, den ich höchstens noch bis zum Monatsende für erträglich halte. Darüber hinaus eher nicht."
Dem Hamburger Nachrichten-Magazin vertraute der Junior an: "Mein Vater will nicht mit mir reden. Er ist wohl ziemlich sauer." Genau so ließt sich die „Depesche“.
Das Schreiben ist nicht das polternde Machtwort, das von vielen Beobachtern erwartet wurde. Dennoch stellt es ein Novum dar: Wann rief ein Vater seinen Sohn vor versammelter Mitarbeiter–Mannschaft derart zur Raison? Mehrmals legt Alfred Neven DuMont wert auf die Feststellung, dass von Konstantin niemals die Meinung des Unternehmens wiedergeben wurde.

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