Twitter funkt mit Werbung dazwischen

Für viele gleicht das einem Tabubruch: Twitter integriert künftig Werbung in der Timeline der Nutzer. Die "Promoted Tweets" - zurzeit noch in einer Testphase - bekommt allerdings nicht jeder zu sehen. Es hängt davon ab, welchen Unternehmen und Personen man in dem Mikroblogging-Dienst folgt, berichtet Advertising Age. Zu den ersten Werbepartnern gehören unter anderem Virgin, Starbucks und Red Bull. Twitter erhofft sich, auf diese Weise endlich schwarze Zahlen zu schreiben.

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Wer beispielsweise Usern folgt, die viel über Kaffee schreiben, ist ein potentieller Kandidat für Starbucks-Werbung. Derzeit testet der Mikroblogging-Dienst die "Promoted Tweets" mit einem kleinen Teil seiner Nutzer. Wer den HootSuite-Client einsetzt – das sind rund 900.000 der 175 Millionen Twitterer – kann schon jetzt Anzeigen eingeblendet bekommen. Später sollen die Tweets laut Advertising Age wahrscheinlich auch auf Twitter.com angezeigt werden.
Bei den Nutzern stößt das neue Erlösmodell auf großen Widerstand. Manche fühlen sich durch Werbeanzeigen gestört, die zwischen ihren Tweets aufpoppen. In seinem Hausblog schreibt der Mikroblogging-Dienst: "Wie auch zu Beginn der Einführung von Promoted Tweets gehen wir sehr bedacht an die Testphase heran. Wir beobachten sorgfältig, wie Nutzer auf die Promoted Tweets reagieren und wie sie sie verwenden. Wir versuchen, Promoted Tweets so zu verwenden, dass sie die Twitter Erfahrung nicht stören und dennoch nützlich für alle Beteiligten sind."
"Promoted Tweets" erschienen bisher nur zwischen Suchergebnissen und nicht in der Timeline. Doch den Verantwortlichen bei Twitter reicht das offenbar nicht, um den Dienst zu monetarisieren. Mit der Einblendung der "Promoted Tweets" in der Zeitleiste lassen sich vermutlich höhere Einnahmen erzielen: Hier erfahren sie mehr Aufmerksamkeit, weil sie von den Usern durchgehend gesehen werden.

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