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News-Pionier Digg in der Krise

Massive Probleme für den Social-News-Pionier digg.com: Der neue CEO Matt Williams hat mehr als ein Drittel der 67 Stellen gestrichen, um 2011 profitabel zu werden. Das Unternehmen sei nun "wieder im Start-up-Modus", verkündete Williams. Zugleich wurde die Dokumentation eines Nutzers bekannt, wonach er mittels Fake-Accounts Nachrichten von vertraglichen Medienpartnern automatisch gepusht wurden.

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Der vielfach kopierte News-Aggregator Digg funktioniert nach dem Prinzip, dass viel gelesene und kommentierte Nachrichten automatisch nach oben rücken. Dies hat sich das Unternehmen möglicherweise zunutze gemacht, um die Beiträge von Partner-Unternehmen aus der Medienbranche zu fördern. An der Spitze der Verdachtsliste eines Digg-Nutzers steht etwa ein Text des renommierten Guardian, der eine "echte" und 62 zweifelhafte  Bewertungen erhalten habe. Das viel beachtete Internet-Blog Techcrunch, selbst ein Digg-"Partner", hält die Auswertung für plausibel.

Die Manipulations-Vorwürfe treffen Digg zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Gerade hatte CEO Matt Williams die Kündigung von 25 der 67 Angestellten verkündet. Ein Relaunch hatte zahlreiche Nutzer verärgert und vertrieben; Williams will nun wieder "genau darauf achten, was die Nutzer wollen".

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